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Hanfprotein: Ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel
Autor: Christian Boedefeld 11/12/2017 - 07:38:00

Du bist, was Du isst. Den Spruch dürfte jeder schon einmal gehört haben. Während eine gesunde Ernährung die Grundlage für mehr Wohlbefinden ist, spielt eine eiweißreiche Nahrungsaufnahme vor allem im Sport eine wichtige Rolle. Das wohl bekannteste Supplement ist Molkenprotein (Whey Protein). Viele Sportler nutzen das Milcheiweißpulver als zusätzliche Proteinquelle zum Muskelaufbau oder als Eiweißkomponente beim Abnehmen. Auch bei der Regenration spielt Eiweiß eine wichtige Rolle. Aus der Wunderpflanze Hanf lässt sich allerdings eine 100% pflanzliche und keinesfalls weniger nährstoffreiche Alternative herstellen: Hanfprotein. 

Nicht nur Sportler profitieren von einer eiweißreichen Ernährung. Zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Gesundheit benötigt unser Körper eine bestimmte Menge an Protein. Eiweiß ist für das Wachstum sowie für Regenerationsprozesse im menschlichen Körper zuständig und liefert uns wertvolle Energie. Eiweiße sind aus lebenswichtigen Aminosäuren aufgebaut, die dem Körper möglichst natürlich und in gut verdaulicher Form zugeführt werden sollten. Wird der Bedarf dabei nicht mit der Nahrung gedeckt, kann man auf verschiedene Proteinpulver zurückgreifen. Dabei gilt, dass unser Körper pflanzliche Proteine wesentlich leichter verstoffwechseln kann als Eiweiße tierischer Herkunft. 

Was ist Hanfprotein?

Wie wir wissen, zählt Hanf zu den ältesten Pflanzen der Erde und wird in dementsprechend vielen Kulturen bereits seit mehreren Jahrtausenden eingesetzt. Hanfprotein wird aus den Samen der (industriellen) Hanfpflanze hergestellt. Es enthält so gut wie kein THC (<1%) und besitzt somit keine psychoaktive Wirkung. Zudem ist Hanfprotein gluten- und laktosefrei und kann auch bei bestimmten Unverträglichkeiten eingenommen werden. Desweiteren ist das natürliche Protein leicht verdaulich und reich an wertvollen Nährstoffen, Omega-Fettsäuren, Aminosäuren, Mineralien und Ballaststoffen. Aminosäuren sind organische Verbindungen, die als Bausteine für Proteine im menschlichen Körper vorkommen. Die Aminosäuren im Hanfeiweiß sind genau im richtigen Verhältnis zueinander gemischt und in ausreichender Menge vorhanden. Im Hanfprotein findet der Körper alle essenziellen Aminosäuren, die er nicht selbst herstellen kann. Zudem besitzt das Eiweiß aus der Hanfpflanze eine extrem hohe biologische Wertigkeit, d. h. es kann von unserem Körper besonders gut aufgenommen und verwertet werden. Ausschlaggebend dafür ist die Zusammensetzung der essenziellen Aminosäuren. Je mehr das Nahrungsergänzungsmittel dem körpereigenen Protein ähnelt, desto einfacher kann es unser Organismus verarbeiten und desto höher ist die Wertigkeit. Die überragend hohe biologische Wertigkeit von Hanfeiweiß liegt nicht auch zuletzt an den zwei Proteintypen, aus denen sich das Protein zusammensetzt: Nämlich 65% Globulin und 35% Albumin.

  • Globulin: Globuline sind in unserem Körper die dritthäufigste Proteingruppe und unter anderem wichtig für unsere Abwehrkräfte, als Transportprotein von Nährstoffen oder Energielieferant. Im Immunsystem spielt Globulin eine wichtige Rolle bei der Abwehrfunktion von Fremdkörpern aller Art. Da Hanfprotein dem menschlichen Eiweiß sehr ähnlich ist, kann es unser Körper besonders gut aufnehmen und verwerten, ohne dabei Abfallprodukte zu erzeugen, die Organe wie Leber oder Niere belasten würden.
  • Albumin: Albumin ist ein hochwertiges Eiweiß und ähnelt stark dem Protein aus einem Hühnerei. Albumin ist pflanzlich und daher leicht verdaulich. Darüber hinaus enthält es zahlreiche Antioxidantien.

Hanfprotein im Rahmen einer gesunden Ernährung

Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette bilden die Grundlage einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Doch warum benötigt unser Körper überhaupt Eiweiß? Der menschliche Körper besteht zu knapp 20% aus Proteinen. Proteine setzen sich wiederum aus Aminosäuren zusammen. Diese Bausteine sind in allen Zellen vorhanden und übernehmen wichtige Aufgaben im menschlichen Organismus. Da der Mensch Aminosäuren nicht gut speichern kann, sollten sie idealerweise täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Wir benötigen Eiweiß unter anderem für unser Immunsystem, den Zellaufbau, die Übertragung von Nervenimpulsen, den Transport von Sauerstoff und Fetten und den Aufbau von Enzymen und Hormonen.

Zu den bekanntesten eiweißreichen Lebensmitteln zählen Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Während Fischeiweiß grundsätzlich zwar leichter verdaut werden kann, gibt es aufgrund der extremen Überfischung immer mehr Aquakulturen, in denen – genau wie in der Massentierhaltung von Schweinen beispielsweise – viel zu viele Tiere auf engem Raum gehalten und mit Medikamenten behandelt werden. Die Fleischgier des Menschen hat nicht nur verheerende Auswirkungen auf die Umwelt und das Wohl der Tiere. Immer mehr Studien legen nahe, dass tierisches Eiweiß in große Mengen der Gesundheit schaden kann. Außerdem besitzen tierische Eiweiße einen hohen Anteil an Harnsäure, die maßgeblich für eine Übersäuerung des Körpers verantwortlich ist. Mit der überaus hohen biologischen Wertigkeit und dem hervorragenden Fettsäuremuster ist Hanfprotein eine mehr als optimale pflanzliche Alternative.

Die Vorteile von Hanfprotein

100g Hanfprotein enthalten ungefähr 20-25g Eiweiß. Spricht man vom Fettsäuremuster des Hanfproteins, meint man damit die Zusammenstellung lebensnotwendiger Fettsäuren. Zusätzlich enthält das Hanfeiweiß 10% Hanföl. Es ist reich an essenziellen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Darüber hinaus enthält Hanföl die Fettsäuren in einem für den Menschen optimalen Verhältnis von 1:3. Da ein Überschuss der Omega-6 Fettsäure chronische Entzündungsprozesse fördert, kann das Hanfprotein mit seinem optimalen Verhältnis der Fettsäuren sogar entzündungshemmend wirken. Die ideale Zusammensetzung wird mit einer cholesterinsenkenden Wirkung in Verbindung gebracht und soll das Gehirn schützen.

Viele eiweißreichen Nahrungsergänzungsmittel wie Sojaprotein oder andere Präparate enthalten sogenannten Oligosaccharide bzw. werden sie ihnen zugefügt. Unter Oligosaccharide versteht man Kohlenhydrate (Zucker), die aus mehreren Monosacchariden (Einfachzuckern) aufgebaut sind. Neben Fruktose- oder Laktoseintoleranz kann der menschliche Körper auch eine Unverträglichkeit gegen Oligosaccharide bilden. Fehlen dem Körper bestimmte Enzyme, die den Mehrfachzucker abbauen, lagern sie sich im Darm ab. Nicht selten klagen Betroffene über Durchfall, Blähungen oder Bauchschmerzen. Hanfprotein enthält kein Gluten oder Mehrfachzucker und ist deshalb nicht nur besonders gut verträglich, sondern auch bestens für Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet.

Das aus der Hanfpflanze gewonnene Eiweiß unterstützt mit seinen Ballaststoffen unsere Verdauung. Ballaststoffe pflegen und reinigen den Darm und unterstützen aktiv das gesamte Verdauungssystem des menschlichen Körpers.

Mikronährstoffe sind Stoffe, die der Körper benötigt, welche aber im Gegensatz zu Kohlenhydraten oder Fetten keine Energie liefern. Dazu zählen zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente. Unser Körper ist auf diese Stoffe angewiesen, da sie für viele Funktionen wie Stoffwechsel oder Zellwachstum essenziell sind. Hanfprotein versorgt den Körper mit Zink, Eisen und Magnesium sowie Vitamin E. Gerade der Mangel an Mineralstoffen wie Zink, Eisen oder Magnesium kann zu Blutarmut, Haarausfall oder Entzündungen führen. Vitamin E Mangel kann Symptome wie Müdigkeit oder trockene und faltige Haut verursachen.

Hanfprotein vs. Molkenprotein

Besonders für einen gesunden Muskelaufbau gilt Molkenprotein (Whey Protein) als hochwertige Eiweißquelle. Im Gegensatz zu Hanfprotein ist das isolierte Proteinprodukt im Allgemeinen frei von Ballaststoffen, die für eine reibungslose Verarbeitung und Verdauung entscheidend sind. Zudem wird nicht selten ein Süßungsmittel zugeführt. Aufgrund der fehlenden Ballaststoffe bleibt das Protein nach der Einnahme unnötig lange im Verdauungssystem, wodurch Fäulnisprozesse, eine Übersäuerung sowie Ablagerungen im Darm begünstigt werden können. Als Folge davon kann es zum Muskelabbau kommen, da der Körper durch den schlechten Zustand des Darms Schwierigkeiten hat, seinen anabolen Muskelstoffwechselstatus beizubehalten. Als Nahrungsergänzungsmittel, das neben Eiweiß auch Ballaststoffe, essenzielle Fettsäuren sowie Mineralstoffe und Vitamine liefert, optimiert Hanfprotein die Verdauung des Eiweiß‘ und hält den Säure-Basen-Haushalt des Körpers im Gleichgewicht. Neben der umweltschädlichen Herstellung von Sojaprodukten ist Hanfprotein im Vergleich zu Sojaprotein für Menschen mit Unverträglichkeiten eine hervorragende Alternative und bestens für eine vegane Ernährung geeignet.

Der Beitrag Hanfprotein: Ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel:Hanfprotein: Ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel



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