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Hanf für Biomasse anstelle Brachland?
Autor: Robert Brungert 27/11/2017 - 14:18:00

Hanf unter freiem Himmel 

Die heutige Landwirtschaft ist sehr intensiv und die Böden dadurch oftmals ausgelaugt. Diese brache Land könnte wieder regeneriert werden. Doch die EU verbrennt in guten Jahren einen Teil der Ernte, während unser weniger gutes Essen in Afrika zu Dumpingpreisen verkauft wird, womit die dortige heimische Landwirtschaft am Boden liegt. Es ist bilanztechnisch teils günstiger, unschöne Lebensmittel nach Afrika zu schaffen, als sie hier zu entsorgen. Geht es um den Hanf, dann sind es eher die Gesetze, wegen denen dieser teils um die halbe Welt transportiert wird. 

Damit nicht noch mehr Überproduktion den Markt kaputt macht, wurden Regelungen getroffen, mit denen Flächenteile der einbezogenen Betriebe von zuerst 15%, dann 10% und schließlich 5% bis 2008 als Brachland liegen blieben, wofür die Landwirte Ausgleichszahlungen erhielten oder zumindest ihre Auflagen eingehalten haben. Da die Landwirtschaft in Griechenland unwirtschaftlich war, wurden griechische Landwirte einfach für Brachland bezahlt, womit ihre Betriebe rosteten und heute auch deswegen gar nicht mehr wirtschaftlich sind. 

Mehrere Faktoren führten bereits 2007 zu einer Verteuerung von Getreide, als die Vorräte dahin schmolzen. Also wurde das Konzept für Flächenstilllegungen 2009 abgeschafft, da man davon ausging, dass die Lebensmittel weiterhin knapp bleiben. Flächenstilllegung hatte also rein wirtschaftliche Gründe, um eine Überproduktion mit automatisch folgendem Preisverfall einzudämmen.

Hanf könnte sich auf dem Brachland selber aussäen, darf es allerdings noch nicht
 

Bodenregenerierung durch Hanf

Die sehr intensive Bewirtschaftung der Böden, die teils nicht einmal gut sind, wurde bereits erwähnt. Damit über Jahre die Erträge stimmen, wird mit dem sogenannten Fruchtwechsel gearbeitet. Wer über Jahre immer nur die gleiche Frucht anbaut, der hat schlechtere Erträge, da er die Böden einseitig auslaugt. Einige Pflanzen laugen die Böden sehr stark einseitig aus und können über Jahre nicht mehr auf der gleichen Fläche angebaut werden.

Wenn der Boden doch einmal komplett ausgelaugt ist, dann haben Landwirte dieses Stück als Brachland ausgewiesen und sich dafür bezahlen lassen. Nach einigen Jahren wurde das Brachland wieder unter den Pflug genommen und brachte bessere Erträge. Dauer-Brachlandflächen waren hingegen nur die unwirtschaftlichen Flächen, wo eine Bewirtschaftung kaum sinnvoll gewesen wäre. Diese Flächen liegen häufig weiterhin brach.

Nun wird man jedoch nicht mehr dafür bezahlt, die Fläche ruhen zu lassen. Der Landwirt möchte aber sein Geld haben. Er kann also Pflanzen anbauen, die dem Boden gut tun. Bohnen bringen z.B. Stickstoff in die Erde. Hanf regeneriert und entgiftet Böden. Er lockert mit seinen meterlangen Wurzeln den Boden. Die Pflanzen werden mehrere Meter hoch, die unteren Blätter fallen ab und der Boden kann Humus bilden. Hanf regeneriert den Boden schneller, als würde man ihn brach liegen lassen. Der Hanf kann zugleich geerntet werden, um auch ein Einkommen zu haben. Es handelt sich um einen wertvollen Rohstoff, der für tausende Produkte sinnvoll und wirtschaftlich eingesetzt werden kann. Mit dem Hanf haben wir wertvolle Biomasse, der Landwirt hat sein Geld und die Böden erholen sich.

Der Beitrag Hanf für Biomasse anstelle Brachland? erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel:Hanf für Biomasse anstelle Brachland?



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