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Gesunde Haustiere dank Hanf
Autor: Peter Trzos 11/11/2017 - 11:05:00

Hanf tut nicht nur uns Menschen gut, sondern auch unseren Haustieren! 

Gleich uns Menschen, können viele Tiere nicht alles durch Synthese herstellen, was sie für ihre Gesundheit benötigen. Daher verlassen sie sich dabei mitunter auf ihre Ernährung, durch die sie bestimmte Nährstoffe aufnehmen. Essenzielle Fettsäuren dienen zunächst als Bausteine für überlebenswichtige, langkettige Fettsäuren, deren Endprodukte schließlich von jeder Zelle im Körper aufgenommen werden. Hanfsamenöl ist reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die zur Erzeugung von Eicosanoiden verwendet werden – sogenannten Signalmolekülen, die entzündungshemmend aber auch -fördernd wirken können. 

Wie das mit allem im Leben so ist, kann ein zu viel des Guten aber auch schaden. Entzündungen können zwar Ursache zahlreicher gesundheitlicher Probleme, wie beispielsweise Arthritis, Autoimmunerkrankungen und Allergien sein, aber sie unterstützen zum Teil auch bei Heilungsprozessen. Bei Haustieren, die an Krankheiten wie Krebs oder an Infektionen leiden, kann eine Nahrungsergänzung mit mehr Omega-6-Fettsäuren unterstützend in der Abwehr wirken. Wichtig für eine gute Gesundheit ist vor allem eine ausgewogene Aufnahme von entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren und entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren – Hanfsamenöl enthält diese von Natur aus im idealen Verhältnis. Da viele Tierfuttersorten mit günstigeren Ölen hergestellt werden, die in der Regel zu viel Omega-6-Fettsäuren und zu wenig Omega-3-Fettsäuren beinhalten, könnte eine Nahrungsergänzung bei Haustieren mit Hanfsamenöl für eine ausgewogenere Ernährung sorgen.

Abgesehen davon, dass Fettsäuren der ausgewogenen Heilung und Gesundheit dienen, wirken sie vor allem förderlich hinsichtlich Herz- und Nierengesundheit, Wachstum und Weiterentwicklung, Trainierbarkeit, Hautgesundheit sowie auf die generelle Laune und das glänzende Fell. Während viele schon nach kurzer Zeit die ersten positiven Effekte der Nahrungsergänzung durch Hanföl bei ihrem Haustier feststellen, kann es jedoch etwa drei bis vier Monate dauern, bis sich die vollen Auswirkungen zeigen, da die Fettsäuren im gesamten Körper aufgenommen werden. Sollte das Haustier in der Folge unter Flatulenz oder Diarrhoe leiden, kann dies an einer zu hohen Dosis liegen, worauf die tägliche Nahrungsergänzung einfach entsprechend verringert wird, bis die Symptome nachlassen.
Hanföl, das aus der ganzen Pflanze gewonnen wird, beinhaltet zusätzliche Komponenten, die im Hanfsamenöl nicht enthalten sind. Die Berühmteste davon ist THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol), das vor allem für seine psychoaktive Wirkung bekannt ist, die seine Nutzer „stoned“ werden lässt. Anders als Marihuana enthält Hanf nur geringe Spuren von THC (weniger als 0,3 %) und macht unsere Haustiere in der Folge also nicht „high“. Hanföl aus Pflanzenteilen enthält deutlich mehr CBD (Cannabidiol), das einen potenziell-lebensrettenden Nutzen verspricht und im gleichen Atemzug keine Intoxikation verursacht. Zu den bisher bekannten Anwendungsgebieten von CBD gehört die Behandlung von Epilepsie und anderen Ergreifungsstörungen, die Schmerzlinderung bei Multipler Sklerose, die Linderung von Entzündungen und der Schutz vor Neurodegenerativen Erkrankungen. CBD lindert zudem Angstzustände und Schmerzen, unterstützt das Immunsystem sowie die Herzgesundheit und wirkt sogar im Kampf gegen Krebs. Cannabidiol ist eine faszinierende und sichere Gesundheitsbeilage, der in den letzten Jahren viel mediale Aufmerksamkeit zu Teil wurde, und es scheint, als würden täglich neue Studien veröffentlicht, welche die Wirksamkeit dieses Stoffes verdeutlichen. Da alle Säugetiere über ein Endocannabinoidsystem verfügen, das auf die körpereigenen Signale ebenso reagiert wie auf Verbindungen, die sich im Hanf finden, birgt CBD gleichermaßen viele potenzielle Vorteile für den Menschen wie das Tier.

Terpene gehören zu einer anderen Klasse von Verbindungen, die sich zwar im Extrakt ganzer Hanfpflanzenteile finden lassen, jedoch nicht im Hanfsamenöl. Sie gehören keineswegs einzigartig zu Hanf oder Cannabis, sondern sind gemeinhin in der Natur verbreitet. Terpene sind im Grunde dafür verantwortlich, dass Basilikum wie Basilikum schmeckt und Rosmarin wie Rosmarin oder, dass Orangen säuerlich schmecken usw. Terpene verfügen über einen nachgewiesenen, wenn auch sehr geringen gesundheitsfördernden Effekt und wirken generell so schwach, dass sie sich als unpraktische Nahrungsergänzungsmittel erweisen. Abgesehen davon, dass sie uns Menschen einen nur sehr geringen gesundheitlichen Vorteil bieten, können Terpene für Tiere sogar zur Gefahrenquelle werden. Viele Tiere, auch wenn sie uns ähnlich erscheinen mögen, unterscheiden sich dennoch stark in ihrem Stoffwechsel und ihrer Empfindlichkeit gegenüber Toxinen von uns. Jeder weiß, dass es keine gute Idee ist, einen Hund mit Schokolade zu füttern. Grund dafür ist Theobromin, eine chemische Substanz, die wir Menschen gut vertragen, Hunde jedoch nur äußerst langsam abbauen. Katzen fehlen hingegen spezielle Leberenzyme namens Glucuronyltransferase, welche zum Abbau solcher Terpene benötigt werden. Da Katzen also nicht in der Lage sind, Terpene effektiv zu verstoffwechseln, kann es beim Verzehr zu Organschäden und sogar zum Tode kommen. Katzenbesitzer sollten also unbedingt auf Produkte verzichten, die Terpene beinhalten (sogar auf den Extrakt ganzer Hanfpflanzenteile). Wenn es überhaupt welche gibt, werden die wenigen positiven Effekte bei weiten von den ernst zu nehmenden gesundheitsschädlichen Konsequenzen überschattet. Haustierbesitzer sollten für ihre Tiere grundsätzlich nur Produkte kaufen, die speziell als Tiernahrung gekennzeichnet sind, und ihnen nichts füttern, das für den Menschen bestimmt ist.

Die verstärkte Forschung und täglich neuen, wissenschaftlichen Erkenntnissen hinsichtlich der Sicherheit und Effektivität von hanfbasierten Ergänzungsmitteln zeigt, dass die Zeit gekommen ist, um einen Blick auf die Vorteile und Effekte zu werfen, die diese wundervolle Pflanze für die Menschheit und ihre Haustiere zu bieten hat.

von Peter Trzos, MD,
Vorstandsmitglied der Marijuana Patients Organization

Der Beitrag Gesunde Haustiere dank Hanf erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel:Gesunde Haustiere dank Hanf



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