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Drei TV-Serien zum Thema Cannabis, die Sie noch nicht gesehen haben
30/10/2017 - 13:00:00

Es ist extrem wichtig, wie Cannabis und seine Konsumenten in der Öffentlichkeit dargestellt werden. Eine gute Nachricht! Es gibt jetzt TV-Serien ausschließlich zum Thema Cannabis. Wenn Sie sie noch nicht kennen, empfehlen wir Ihnen hier die 3 besten, die Sie nicht verpassen sollten. 

TV-Serien speziell zum Thema Cannabis haben in der allgemeinen Unterhaltungskultur schon seit langem gefehlt. Ironischerweise haben die Autoren und Produzenten einiger Mainstream-Shows das Thema aber niemals gescheut. Im Gegenteil, die sogenannte „Cannabis-Episode“ stellt bei vielen Comedy-Serien eine der wichtigsten dar, sodass sie fast schon allgemein akzeptiert ist. 
Wegen des Booms der legalen Cannabisnutzung verzichteten die TV-Autoren in den letzten Jahren auch immer mehr auf Zurückhaltung oder Umschreibungen dieses Themas. So begann eine neue Ära von TV-Serien zum Thema Cannabis, und es war auch höchste Zeit dafür! 

3 – Disjointed

Disjointed ist eine Sitcom-Serie auf Netflix, in der Kathy Bates die Inhaberin einer auf medizinisches Cannabis spezialisierten Apotheke in Los Angeles (USA) spielt. Die Show zeigt das tägliche Leben der Inhaberin und ihres Teams als Bud-Verkäufer, die sich in der Cannabisbranche zurechtfinden müssen, und natürlich bestätigt sie dabei alle gängigen Klischees über die Cannabis- bzw. Ökoszene.

Disjointed ist aber auch eine kleine Revolution in den Unmengen von Sitcoms, die vor Live-Publikum aufgenommen werden. Chuck Lorre, einer der Erfinder der Serie, ist ein Produzent mit einem Faible für etwas unbequemere Themen wie Drogenabhängigkeit, Probleme in Patchwork-Familien usw.. Disjointed macht da keine Ausnahme und schildert die Cannabisbranche in einem Comedy-typischen Umfeld. Nimmt man noch das Auftreten von Kathy Bates hinzu, die zweifellos zur A-Prominenz der Serienschauspieler zählt, steht fest: Dies ist eine der ersten familienfreundlichen Sitcom-Serien zum Thema Cannabis.

Einige Folgen sprechen auch Aspekte der Cannabisszene an, die in weniger Cannabis-orientierten TV-Serien sicher nie einen Platz gefunden hätten. So werden beispielsweise der Cannabis-Aktivismus und die Cannabispolitik angesprochen, aber auch, was es bedeutet, in dieser Branche allgemein bekannt zu sein, und der Trend „Zurück zur Natur“. Alles in allem ist Disjointed sicher nicht die fortschrittlichste Cannabis-Show, die man sich denken kann. Aber genau das macht sie so wertvoll. Denn dieser Show können nicht nur echte Cannabis-Enthusiasten folgen, sondern sie bietet gute Unterhaltung auch für die große Zahl nicht Cannabis-affiner Zuschauer. Bis Cannabis wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, hat es noch einen langen Weg vor sich, und dabei ist jeder neue Verbündete sehr willkommen.

Am besten ansehen mit: Den eigenen Eltern oder mit Freunden, die bei der Erwähnung von verschreibungspflichtigem Cannabis zu kichern anfangen
Stattdessen ansehen: Weeds (2005 bis 2012), der weniger exzellent besetzten, mehr Krimi-affinen Vorgängerserie

2 – Time Traveling Bong

Time Traveling Bong ist eine Mini-Serie in drei Teilen, die die komplett verrückte Story von zwei Cousinen erzählt, die – wie leicht zu raten ist – eine Bong entdecken, mit der Zeitreisen möglich sind. Das nur scheinbar völlig normale Raucher-Utensil ermöglicht es jedem Benutzer, durch Raum und Zeit zu reisen, was natürlich zu phantastischen Abenteuern führt.

Sind Sie noch unsicher, ob Sie diese TV-Serie zum Thema Cannabis wirklich anschauen sollten? Bedenken Sie: Diese ohne jede Zurückhaltung verfilmte Cannabis-Show ist im Netz verfügbar, und zwar kostenlos. Außerdem tritt in der Serie eine der bekanntesten Cannabis-affinen Persönlichkeiten von Comedy Central auf, nämlich Ilana Glazer. Als Autorin und Mitwirkende der bei vielen Cannabis-Fans beliebten „weiblichen Stoner-Comedy“ Broad City hat die talentierte Schauspielerin sich auf die Darstellung beruflich erfolgreicher Cannabiskonsumenten konzentriert. Wenn Sie die anderen Werke von Ilana Glazer schon kennen und schätzen, sind Sie mit dieser Serie sicher gut bedient.

Sie ist auch bemerkenswert, weil andere fiktionale Werke, die sich mit dem Cannabiskonsum beschäftigen, häufig nicht die (abgenutzten) Raster der Probleme des täglichen Lebens verlassen, wie etwa „How ToTM“. Überlegen Sie es sich also noch einmal, bevor Sie die durch Zeit und Raum reisenden Cannabisfans verpassen. Wir haben es Ihnen gesagt!

Am besten ansehen mit: Guten Freunden, die ebenfalls Cannabisfans sind
Stattdessen ansehen: Broad City (ab 2014)

1 – High Maintenance

Von High Maintenance können wir einfach nicht genug kriegen! Obwohl sie ihrem Zielpublikum noch weitgehend unbekannt ist, gibt es diese TV-Serie zum Thema Cannabis schon seit ca. 2012. Nachdem 6 Folgen davon im Internet gelaufen waren, wurde die Serie 2015 zunächst unterbrochen, aber nur, um 2016 bei HBO als richtige TV-Serie fortgesetzt zu werden, mit allem was dazu gehört.

Das Konzept ist aber gleich geblieben. High Maintenance folgt den Erlebnissen von „The Guy“, der als Selbstständiger einen Lieferdienst betreibt, der Kunden in der Region New York mit Cannabis versorgt.
Wenn Sie schon einmal in einer Region lebten, in der Cannabis illegal ist, brauchen Sie nicht weiter zu suchen. Diese sehr realistische und wahnsinnig komische Cannabis-Show erinnert Sie bestimmt an alle Details, die die Beziehung zwischen Cannabiskonsument und Dealer so speziell machen. Diese Beziehung ist oft irritierend, lebensrettend, einseitig, wertvoll, schwierig oder zusammenfassend gesagt einfach sehr pflegebedürftig („high maintenance“), was immer das für Sie und Ihren Cannabis-Dealer auch bedeutet.

Jede Folge beschäftigt sich mit einem oder mehreren Kunden, wobei einige immer wieder auftauchen und stets für neues Vergnügen sorgen. Die gezeigten Kunden repräsentieren das ganze Spektrum der Typen, die Cannabis illegal erwerben. Es reicht von gelegentlichen Cannabisrauchern über Partylöwen und Patienten bis hin zu neugierigen Hipstern. Und alle zeigen bestimmte Verhaltensweisen, die Sie bestimmt an Situationen erinnern, in denen Sie auch selbst schon einmal gewesen sind.

Am besten ansehen mit: Freunden, die noch nie Cannabis bei einem Dealer gekauft haben, und Freunden, die das bereits kennen
Stattdessen ansehen: Mary + Jane (2017), die etwas kurzlebige Serie von Snoop Dogg über einen Cannabis-Lieferdienst in Los Angeles

Original Artikel:Drei TV-Serien zum Thema Cannabis, die Sie noch nicht gesehen haben


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