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Katalonien legalisiert Cannabis und die Cannabis-Clubs
12/07/2017 - 10:30:00

Katalonien, eine autonome Region Spaniens, hat den Cannabiskonsum legalisiert. Bei der Abstimmung im Parlament stimmten 118 Abgeordnete mit Ja und 9 mit Nein. Dadurch erhält das von den Cannabis-Clubs dieser Region etablierte System endlich die benötigte gesetzliche Grundlage. 

67.500 Unterschriften 

Schon 2014 wurde die Regierung Kataloniens gebeten, einen Gesetzentwurf zur Legalisierung von Cannabis und der Cannabis-Clubs vorzulegen, für die Spanien bekannt ist. Damals ist dieses Projekt jedoch ziemlich schnell gescheitert, da die beteiligten Parteien sich nicht einigen konnten. 

Ein Jahr später gelang es dann der Gruppe „La Rosa Verda”, 67.500 Bürger für die Unterschrift unter eine Petition zu gewinnen. Diese Gruppe hatte sich nur zu dem Zweck gegründet, für das oben genannte Legalisierungsprojekt zu werben. Und durch ihre Internet-Petition konnte sie die genannte Zahl an Unterschriften sammeln. So gelang es der vornehmlich aus Angehörigen der medizinischen Berufe bestehenden Gruppe, diesen Gesetzentwurf wieder in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. 

Am 28. Juni 2017 war es dann so weit: Das Parlament stimmte ab und billigte den Gesetzentwurf. Das ist ein historischer Schritt für die Cannabisbranche: Katalonien ist nun die erste Cannabisoase, die ihr „Hintertür“-Problem gelöst hat. Dieses „Hintertür“-Problem ist auch der Haken der Cannabis-Duldungspolitik in den Niederlanden: Dort ist zwar der Verkauf von Cannabis legal, nicht aber seine Produktion. So entstand eine problematische Grauzone, sowohl für die Cannabis-Grower als auch für die Händler.

Cannabis-Clubs in Katalonien sind jetzt legal

In Katalonien ist aber vorläufig von Coffeeshops oder ähnlichen Verkaufsmethoden nicht die Rede. Die neuen Regelungen sind hauptsächlich für das bestehende Netz der Cannabis-Clubs gedacht. Das bedeutet, dass die Mitglieder dieser Clubs in Zukunft auf die gleiche Weise wie bisher Zugang zu Cannabis haben. Nur mit einem Unterschied: Die Clubs haben jetzt die Genehmigung zum Anbau der Pflanze. Jeder von ihnen darf maximal 150 Gramm des Endprodukts (getrocknete Blüten) pro Jahr erzeugen. Ein Agrarwissenschaftler soll die Ernte überwachen, um sicherzustellen, dass die erzeugte Menge mit dem Bedarf jedes Clubs übereinstimmt. Produkte auf Cannabisbasis wie zum Beispiel Edibles sind dagegen weiter nicht erlaubt.

Wird das Cannabis transportiert, sind bei jeder Packung die üblichen Standardvorschriften für den Warentransport zu beachten: Vorgeschrieben ist eine korrekte Kennzeichnung und Informationen über Herkunft und Menge. Die Nutzung öffentlicher Transportmittel wird als nicht geeignet eingestuft, daher werden private Speditionen mit dem Transport des Cannabis von den Anbaubetrieben zu den Cannabis-Clubs beauftragt.

Eine für die Katalanen gedachte Regulierung

Was den Konsum angeht, können Clubmitglieder im Alter von 18 bis 21 Jahren bis 20 Gramm pro Monat kaufen, während Mitglieder ab 21 Jahren bis 60 Gramm pro Monat kaufen dürfen. Patienten haben dagegen den Vorteil, dass für sie keine Mengenbeschränkungen gelten – eine sinnvolle Bestimmung, die von allen begrüßt wird.

Um Tendenzen in Richtung eines Cannabis-Tourismus den Boden zu entziehen, ist für den Erwerb der Mitgliedschaft in einem Cannabis-Club eine Wartefrist von 15 Tagen vorgeschrieben. Wie bisher werden Touristen daher in den meisten Fällen in die Niederlande reisen. Nur wer gut organisiert ist, dem wird es eventuell gelingen, rechtzeitig vor einer Reise nach Katalonien Mitglied in einem Cannabis-Club zu werden. Da die Regeln für die Cannabis-Clubs eine lang ersehnte Verbesserung für die Patienten und die lokalen Freizeitkonsumenten bedeuten, kann man aber davon ausgehen, dass die Clubs alles tun werden, damit ihnen diese lange überfällige Legalisierung erhalten bleibt.

Die beiden Verbände katalonischer Cannabis-Club FAC und FEDCAC haben gemeinsam ein Manifest herausgegeben, in dem es um das neue Gesetz geht. Darin versprechen sie, sich weiter für gute und faire Verfahren, einen verantwortlichen Verkauf und einen sachlichen Aktivismus einzusetzen und geben ihrem Wunsch Ausdruck, dass diesem ersten großen Schritt noch weitere folgen werden.

Das Manifest können Sie hier nachlesen.

Im Hash Marihuana & Hemp Museum Barcelona wurde gefeiert

Solche fantastischen Nachrichten konnten unser Museumsteam in Barcelona natürlich nicht kalt lassen. Viele überglückliche Aktivisten haben das gerade verabschiedete Gesetz daher in den Räumen des Museums gefeiert, unterstützt durch das Team des Hash Marihuana & Hemp Museums Barcelona und durch Sensi Seeds.

Werfen Sie einmal einen Blick auf unsere Fotos.

Feier im Hash Marihuana & Hemp Museum Barcelona (©Marlene Góngora 2017) Feier im Hash Marihuana & Hemp Museum Barcelona (©Marlene Góngora 2017) Feier im Hash Marihuana & Hemp Museum Barcelona (©Marlene Góngora 2017) Feier im Hash Marihuana & Hemp Museum Barcelona (©Marlene Góngora 2017) Feier im Hash Marihuana & Hemp Museum Barcelona (©Marlene Góngora 2017)

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Original Artikel:Katalonien legalisiert Cannabis und die Cannabis-Clubs


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