Hempyreum.org
Local Time
English (UK) Deutsch (DE) Français (FR) Español (ES) Italian (IT)
CannaFem – Ein Frauenetzwerk für Cannabis
14/06/2017 - 13:30:00

Während Frauen in US-amerikanischen Firmen etwa ein Viertel der Führungspositionen und weniger als fünf Prozent der geschäftsführenden Positionen innehaben, weist die gerade entstehende Cannabis-Industrie eine Quote von 63 Prozent Frauen in Führungspositionen auf, von denen 36 Prozent die Inhaberinnen oder Geschäftsführerin stellen, so Marijuana Business Daily in einer Umfrage aus dem Jahr 2016.

Im Vergleich dazu ist die Szene in Europa immer noch eine Männerdomäne, auch wenn es bislang dazu noch keine offiziellen Statistiken gibt. Auf Cannabis-Fachmessen oder anderen Szene-Events liegt der gefühlte Männeranteil allerdings bei 80 – 90 Prozent und auch bei den Statistiken zu Konsum, Anbau und Handel liegen Männer immer noch weit vor den Frauen. Allerdings steigt die Frauenquote unter den Konsumentinnen und Konsumenten stetig an, wobei Frauen anscheinend besser mit Cannabis umgehen können. Weibliche Konsumentinnen entwickeln wesentlich seltener das, was man unter dem Fachbegriff des problematischen Konsummusters versteht. 

CannaFem will verbinden 

Ende 2016 haben sich ambitionierte Frauen aus dem aufstrebenden Canna-Business in Berlin zusammengefunden, um das CannaFem Network zu gründen. CannaFem möchte Frauen aus der Cannabis- und Nutzhanfbranche verbinden, den Ideenaustausch fördern, Synergien entwickeln, Kontakte vermitteln sowie gemeinsame Ziele entwickeln und für sie eintreten, um sie durch professionelles Auftreten und Arbeiten schlussendlich umzusetzen. In der Vergangenheit waren sowohl die Welt der Aktivistinnen als auch die Cannabis-Industrie stark von männlichen Interessen geprägt. CannaFem möchte Frauen ermutigen, das zu ändern und in der neuen, aufstrebenden Branche aktiv zu werden.

Vorbild USA und Kanada

In den USA und Kanada haben Vereinigungen wie „Moms For Marijuana“, „Womengrow“ und „International Women’s Cannabis Coalition“ erheblich zur steigenden gesellschaftlichen Akzeptanz und der Regulierung in zahlreichen Bundesstaaten beigetragen. Nur wenn sich in Europa etwas Ähnliches etabliert, wird die Debatte auch hier den neuen Wind bekommen, der ihr derzeit noch fehlt.

Frauen sind in der Europäischen Branche eher die Ausnahme

Die Bedeutung von Frauen ist sowohl in Unternehmen der Branche als auch unter Cannabisaktivisten in Europa derzeit viel zu gering. Ihre Rolle im Rahmen der gesellschaftlichen Debatte über Cannabis kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden und die momentane Situation lässt viel Luft nach oben. CannaFem ist das erste europäische Netzwerk dieser Art und hofft nicht nur in Deutschland auf regen Zuspruch.

[..].In unserem Netzwerk geht es jedoch nicht nur um die Verwirklichung wirtschaftlicher Interessen. CannaFem möchte zeigen welchen Nutzen Cannabis – ob als Medizin oder Rohstoff – Frauen bietet. Wir wollen zeigen, dass Frauen sowohl als Konsumentinnen als auch als Patientinnen mit ihren Ideen, Vorstellungen und Wünschen, die Szene bereichern können und unseren Anliegen Gehör verschaffen.

Um das Netzwerk und seine Mitstreiterinnen vorzustellen, Frauen aus der Szene die Möglichkeit zu geben sich kennenzulernen und gemeinsam Ideen für den weiteren Weg des Netzwerks zu erarbeiten, veranstaltet die Berliner CannaFem Gruppe am 15.6 um 19.30 ein Netzwerktreffen in der „Milchbar“ auf dem Messegeländer der Mary Jane. Ausstellerinnen und Besucherinnen sind herzlich eingeladen an dem Treffen teilzunehmen. […]“ schreiben die Initiatorinnen Janika Takats, Marianna Pinzon und Katrin Scholz in der Einladung zur Berliner Hanf-Fachmesse „Mary-Jane“.

Dort veranstaltet das Netzwerk am 16.6.2017 von 12:00 bis 13:15 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Cannabis für Frauen – Frauen für Cannabis“. Auf dem Podium werden Vertreterinnen aus den Bereichen Aktivismus, Medizin und Business über die Rolle der Frau in der Cannabis-Branche und das Image von Cannabis-Konsumentinnen in der Öffentlichkeit diskutieren. Dabei werden Fragen wie „Gibt es eine unterschiedliche Behandlung bei der Strafverfolgung“ und zum medizinische Nutzen, den Cannabis Frauen bietet“ behandelt.

Da es sich bei der Cannabis-Industrie um eine junge, gerade entstehende Branche handelt, können hier viele Fehler, die anderswo mühselig korrigiert werden müssen, von Anfang an vermieden werden. Dafür wäre eine Quote ähnlich der in den USA ein guter Anfang.

Was?

CannaFem-Podiumsdiskussion: „Cannabis für Frauen – Frauen für Cannabis“

Wann?

Am 16.6.2017, von 12 bis 13:15 Uhr

Wo?

Auf der Hanf-Fachmesse Mary-Jane

Funkhaus Berlin, Nalepastr. 8

D-12459 Berlin

Original Artikel:CannaFem – Ein Frauenetzwerk für Cannabis


©2017 - Hempyreum.org - Nachrichten aggregator über Hanf und Cannabis [Beta] | Alle Rechte und Inhalten sind Eigentum der Jeweiligen Inhaber

Werbung