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Per Volksentscheid und Crowdfunding zur Legalisierung
Autor: Senad S. 29/04/2017 - 17:05:00

Der gemeinnützige Schweizer Hanfverein „Legalize it“ hat auf der schweizerischen Crowdfunding Plattform wemakeit.ch ein Projekt gestartet, welches das Ziel verfolgt, den Cannabiskonsum mittels einer eidgenössischen Volksinitiative komplett zu legalisieren. Eine Crowdfunding Aktion, die für eine Legalisierung eintritt, aber nicht nur, denn hier geht es um mehr. Es geht um Vernunft und es geht um die Souveränität eines jeden Einzelnen. Jugendschutz und Sicherheit und auch Patienten soll der Zugang zu Ihrer Medizin erleichtert werden. 

100’000 Unterschriften sind nötig, damit der Souverän der Vernunft wieder Einzug gebieten kann. Denn wer in der Schweiz beim Kiffen erwischt wird, egal ob das Cannabis nun legal oder Illegal ist, erhält automatisch eine Ordnungsbusse von CHF 100.- («Widerrechtliche Pauschalverurteilung» nennt man dies in einer Demokratie) Das hohe Gut der allgemein gültigen Unschuldsvermutung wird damit direkt außer Kraft gesetzt. Cannabisblüten mit einem THC Gehalt von Max. 1% sind in der Schweiz per Gesetz legal.

Stillstand und Repression, statt Fortschritt

Unnötige Repression zum Nachteil der Bürger und der freien, vor allem fairen und sozialen Marktwirtschaft. Denn man stelle sich nur vor, die Polizei kontrolliert abends in der Bar einfach mal so willkürlich irgendwelche Menschen. Diese haben ein wenig Alkohol getrunken und weil sie getrunken haben, wird schon mal automatisch eine Buße fällig. Dabei spielt es nicht mal eine Rolle ob gepustet wurde, denn Messgeräte werden ja nicht einmal eingesetzt. So läuft es gerade beim legalen Cannabis. Wenn in vielen Bereichen so ein unser fortschrittlicher Staat wie die Schweiz, solche Gesetze durchsetzt, kann man nicht mehr von Souveränität sprechen. Statt die Polizei mit Messgeräten auszustatten, die das hohe Gut der Unschuldsvermutung schützen könnten, straft man lieber einen unschuldigen Bürger und einen ganzen neuen Wirtschaftszweig. Das ist nicht rechtens.

Denn man stelle sich nur vor, die Polizei kontrolliert abends in der Bar einfach mal so willkürlich irgendwelche Menschen.

Dabei gibt es in der heutigen technisch fortgeschrittenen Welt durchaus die Möglichkeiten, schnell eine Messung vorzunehmen. Vor Ort und in einer Dauer von unter 10 min. So viel Zeit sollte schon sein, wenn man jemanden beschuldigt, etwas Illegales getan zu haben. Vor allem steht die Polizei für das Gesetz und dessen Ordentliche Einhaltung, es zu wahren und zu schützen. Ebenso den Bürger zu schützen vor Unrecht. Und somit das Vertrauen der Bürger in ein funktionierendes Rechtssystem zu stärken. Aber stattdessen passiert es immer wieder, dass die Polizei Gesetze, die zum Schutz der Bürger gedacht sind, sie Ihnen zum Nachteil anlastet. Es kann nicht sein, dass die Schweizer Polizei und Politik nie was von derlei Messgeräten gehört hat. Wenn doch ist der Markt der Realität wieder mal einen Schritt voraus.

Daher fordert die Initiative eine Änderung in der Bundesverfassung vom 18. April 1999 vorzunehmen, die wie folgt lautet:

Art. 105a (neu) Cannabis

Der Konsum von Stoffen und Präparaten des Wirkungstyps Cannabis sowie die Vorbereitung zum eigenen Konsum sind straffrei. Der gemeinschaftliche Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf ist ebenfalls straffrei. Der Bund erlässt Vorschriften über den gewerblichen Anbau und die Herstellung sowie den Handel mit Stoffen und Präparaten des Wirkungstyps Cannabis. Die Abgabe von Stoffen und Präparaten des Wirkungstyps Cannabis an Minderjährige ohne medizinische Indikation ist verboten.

Art. 131 Abs.1 Bst. f

Der Bund kann besondere Verbrauchssteuern erheben auf f. Stoffe und Präparate des Wirkungstyps Cannabis, welche nicht der medizinischen Anwendung dienen. 

Ziel des Crowdfundings ist der Totalbetrag von CHF 300’000.- (CHF 3.- pro beglaubigte Unterschrift), die dann direkt dem Verein „Legalize it“ übergeben werden, welcher sich seit Jahren für einen vernünftigen und vor allem zeitgemäßeren Umgang mit Cannabis in der Schweiz einsetzt. Aus Erfahrung weiß man, dass ungefähr 3,- CHF pro Unterschrift einkalkuliert werden müssen.

Kiffer oder nicht, es geht um Vernunft und Moral

Die Souveränität braucht die Solidarität. Das Volk ist das Souverän, welches seine rechtliche Selbstbestimmung zu wahren und zu schützen hat. Dazu braucht es eine solidarische Gemeinschaft, die mit Vernunft und Toleranz für Fortschritt sorgt. Jede Stimme und jeder Franken zählt, zudem kann man obendrein für 100 CHF persönliche Support-Gutscheine erwerben. Diese beinhalten je 1x legalen Cannabis-Joint mit unter 1% THC, 1x ein spezielles, limitiertes und nummeriertes Crowdfunding T-Shirt. Unterstützer können beim Kauf Namen, Nickname und (wichtig!) Größe angeben und werden dann auf der Seite www.hanflegal.ch publiziert und gelistet. Der Joint wird dann am 17.Juni auf dem Bundesplatz in Bern durch Initiator Dario Tobler übergeben und es wird gemeinsam ein erfolgreicher Abschluss des Projekts gefeiert.

Bei erfolgreicher Finanzierung des Projektes, welches genau am 420 begann und am Samstag den 17. Juni 2017 endet, wird der Initiator Dario Tobler mit allen teilnehmenden Unterstützern persönlich ein «Flashing» auf dem Bundesplatz in Bern zelebrieren, dabei um 12:30 mit allen anwesenden Supportern gemeinsam einen legalen Joint (<1%THC) rauchen und den erfolgreichen Abschluss des Projektes mit allen gemeinsam feiern. Sollte die Finanzierung scheitern, erhaltet ihr den vollen eingezahlten Betrag zurück. Es gibt also nichts zu verlieren. Im Gegenteil, Ihr könnt die Zukunft verändern, erhaltet ein cooles Shirt, könnt nebenbei Einen rauchen und lernt eine menge Gleichgesinnte kennen. Es ist an der Zeit was zu ändern.

Der Beitrag Per Volksentscheid und Crowdfunding zur Legalisierung erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel:Per Volksentscheid und Crowdfunding zur Legalisierung


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