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Hanfbar Teil III: Schrecken ohne Ende
Autor: Dieter Klaus Glasmann  21/09/2018 - 00:44:00

Kaum zu glauben. Die erste Razzia in der Braunschweiger Hanfbar ist schon zweieinhalb Monate her. Zwei Wochen danach dann die Razzia bei der Eröffnung des zweiten Ladens. Nun hätten wir schon beinahe geglaubt, es kommt nichts mehr, doch siehe da, kürzlich sind Braunschweigs Ordnungshüter zum dritten Mal in das Geschäft mit den CBD-Blüten einmarschiert.


Der dritte Einsatz gegen die Hanfbar

Gut, optisch hat der Einsatz diesmal nicht so viel hergemacht. Keine Kampfausrüstung, sondern nur ein paar Polizisten in Zivil waren vor Ort. Insgesamt war der personelle Aufwand geringer, so dass der Einsatz eigentlich ohne großes Aufsehen durchgeführt werden konnte. Doch hier wurde die Rechnung ohne den Wirt, bzw. ohne das Netz gemacht. Die Empörung schlägt noch höhere Wellen, das Unverständnis über die Schikane wächst. Die Staatsanwaltschaft dreht sich mit den ewig selben Phrasen im Kreis. Wer sich die Rechtslage etwas genauer anschaut, sieht, dass die Hanfbar sehr wohl im rechtlichen Graubereich agiert, jedoch kein wirklich Straftatbestand besteht. 

Die Testergebnisse der Staatsanwaltschaft

Zwar sind da noch die Analyseergebnisse der ersten Durchsuchung, bei der angeblich CBD-Blüten mit einem THC-Anteil von 0,56% sichergestellt wurden, doch nachdem in Berlin die vermeintlichen THC-Werte von in den letzten Jahren von der Polizei sichergestelltem Cannabis veröffentlicht wurden, und dabei THC-Werte angegeben wurden, die sämtliche Rekorde und Cup-Gewinner weit hinter sich lassen, wundern einen die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft Braunschweig kaum noch. Vielleicht gibt es je nach gewünschtem Ergebnis unterschiedliche Möglichkeiten den Wirkstoffgehalt zu ermitteln oder es wurde vernachlässigt, dass Cannabinoide in Säureform (THCa) auch bereits durch längere Lagerung bei Raumtemperatur zu THC decarboxylieren.

Die Reaktionen

Auf den Social Media Plattformen im Internet bringen die Menschen ihr Unverständnis und Empörung über die Vorgehensweise der Braunschweiger Behörden zum Ausdruck. In einer Zeit, in der die Menschen pausenlos Schlagzeilen über Gewaltverbrechen zu sehen bekommen, sind personell derart aufwendige Aktionen seitens der Polizei gegen ein ganz offensichtlich nicht-fremd-schädigendes Verhalten weder für die Bürger nachvollziehbar, noch von der Staatsanwaltschaft ernsthaft zu rechtfertigen. Auch dass so viel Handel mit CBD-Blüten in Geschäften und Online unbehelligt stattfinden kann, während die Hanfbar drei Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen muss, ist wohl nur mit gezieltem Aktionismus, nicht aber durch Vernunft-orientierte Argumente zu erklären. 

Kante zeigen!

Die Betreiber der Hanfbar zeigen sich jedenfalls standhaft, wollen sich von den Repressalien der Behörden nicht unterkriegen lassen. Alle Unterstützer sind gebeten, sich mit den Betreibern in Verbindung zu setzen, um Ideen auszutauschen, wie man gegen die Willkür vorgehen, und den Kampf der Behörden gegen den gesundheitsfördernden CBD-Hanf beenden kann. Jeder, der einen liberaleren Umgang mit Hanf befürwortet, und jeder, der glaubt, dass mündige Bürger von einer Heilpflanze, die in der Natur vorkommt, selbstverantwortlich und ohne staatliche Einmischung Gebrauch machen können sollten, kann sich bei der Hanfbar auf Facebook oder Instagram melden um gemeinsame Wege für den Protest gegen diese Schikane zu finden.

Der Beitrag Hanfbar Teil III: Schrecken ohne Ende erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel: Hanfbar Teil III: Schrecken ohne Ende

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