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Cannabis und Lebererkrankungen
Autor: Dieter Klaus Glasmann  04/09/2018 - 08:37:00

Neben Erbkrankheiten und Virusinfektionen sind die meisten Erkrankungen der Leber auf schädlichen Umgang mit dem eigenen Körper zurückzuführen. Alkohol und Drogen, aber auch übermäßig fette Ernährung können mögliche Ursachen sein. Kann Cannabis für die Genesung der Leber eingesetzt werden?


Die Funktion

Die Leber funktioniert für unser Blut wie ein Filter. Mit durchschnittlich 1,5 kg gehört es zu den größten Organen im menschlichen Körper. Neben dem Filtern des Blutes produziert sie Proteine für die Blutgerinnung. Doch die wichtigste Aufgabe ist zweifelsfrei die Entgiftung von Chemikalien, egal ob durch Umwelteinflüsse, Drogen oder Alkohol. Bei starker Überlastung kann die Leber versagen, was ohne unmittelbare medizinische Versorgung innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden kann.

Häufige Erkrankungen

Die bekannteste Virusinfektion, die der Leber Schaden zufügt, ist Hepatitis. Sie kann die Funktion der Leber durch Narbenbildung nachhaltig beeinträchtigen. Aber wesentlich mehr Probleme mit dem Organ verursachen die Menschen selbst durch einen ungesunden Lebensstil. Sowohl Drogen und Alkohol, als auch Opioid-basierte Medikamente sind weltweit für Lebererkrankungen verantwortlich. In den USA spricht man aktuell von einer Opioid-Krise, da so viele Menschen von den schädlichen Präparaten der Pharmaindustrie abhängig sind oder an deren Folgen sterben. Fettleibigkeit ist ein mindestens ebenso massives Problem. Über 350 Millionen Menschen auf der Welt sollen davon betroffen sein. Mit dem extremen Übergewicht gehen gravierende Gesundheitsrisiken einher, und die Leber ist von diesen stark betroffen. Egal ob Fettleber, Hepatitis oder Leberzirrhose, all diese Ursachen können ein lebensgefährliches Organversagen der Leber begründen.

Cannabis bei Hepatitis

In der Behandlung von Hepatitis kann Cannabis eine begleitende, unterstützende Rolle spielen. Zum einen kann es die depressiven Zustände der Patienten aufhellen, die mit der Krankheit einhergehen, zum anderen kann es die chronischen Schmerzen lindern und auch die Entzündung hemmen, die die Leber befallen hat. Auch hilft es einigen Patienten dabei, schwerere Behandlungs-Maßnahmen wie Chemotherapien besser zu bewältigen, Appetit zu wecken und anderen schädlichen Substanzen wie Alkohol, Drogen oder starken Medikamenten fern zu bleiben.

Cannabis und die Fettleber

Über 30 Prozent der US Bürger sollen schon unter der Fettleber leiden. Alkohol ist zwar bisher die Hauptursache, aber die allgemeine Maßlosigkeit und schlechte Ernährung tragen beinahe genau so viel zur Erkrankung bei. Zwar ist die Umstellung der Ernährung verbunden mit einer Gewichtsabnahme der wirksamste und notwendigste Schritt um schlimmeres zu verhindern und Besserung in Aussicht zu stellen, aber Cannabis kann auch hier ein sehr geeignetes Medikament sein. Tatsächlich wurde schon in Studien nachgewiesen, dass Cannabis-Konsumenten ein geringeres Risiko tragen, die Krankheit hervorzubringen, regelmäßige Konsumenten sogar um über 50 Prozent. Gründe und genauere Zusammenhänge zwischen Cannabis-Konsum und den Auswirkungen auf die Fettleber sind noch unklar und bedürfen der tieferen Erforschung.

Cannabis bei Zirrhose

Die Leberzirrhose ist eine weitere, schwerwiegende Krankheit der Leber. Auch sie ist in aller Regel die Folge eines gesundheitsschädigenden Lebensstils und kann bisher nur durch eine Organtransplantation geheilt werden. Therapeutische Erfahrungen zu Cannabis gegen Zirrhose sind bislang kaum vorhanden. Man hat aber festgestellt, dass Zirrhose-Patienten mehr CB2 Rezeptoren in der Leber haben als gesunde Menschen. Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass CBD, in von der Zirrhose betroffenen Zellen, eine Apoptose (quasi Zell-Suizid) auslösen kann und Cannabis-Konsumenten seltener an Zirrhosen erkranken. Auch hier liegen also Gründe dafür vor, weitere Forschungen für vielversprechend zu erachten.

Der Beitrag Cannabis und Lebererkrankungen erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel: Cannabis und Lebererkrankungen

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