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Barcelonas Cannabis Clubs im Fußballrausch
 03/09/2018 - 09:00:00

Jahki Revi, Präsident des Cannabis Clubs La Kalada, steht an den Seiten des Indoor-Fußballplatzes und feuert sein Team an, das kurz vor Spielende zwei Tore im Rückstand ist. Die Niederlage ist gewiss, aber Revi ist gut gelaunt und glücklich, dass sein Club Teil der Mary Jane Football League in Barcelona ist.

Eine Zusammenarbeit zwischen GolAGol.com, einer Organisation zur Förderung sportlicher Aktivitäten innerhalb der Cannabiskultur, und Dany Ramos, einem in Barcelona ansässigen Cannabisaktivisten, war die Mary Jane Football League – die erste Intra-Club-Fußballliga dieser Art in Barcelona, der Stadt, die sich kürzlich den Titel „Europas Cannabis-Hauptstadt“ verdient hat.

Die Veranstaltung brachte rund zwanzig in Barcelona ansässige Cannabis Clubs und Vereine an zwei Tagen zusammen, um eine andere Seite der Kultur zu zeigen und dabei das Stigma zu beseitigen, Stoner würden den ganzen Tag herumsitzen und fette Blunts rauchen, Videospiele spielen oder im Akkord Breaking Badschauen.

„Wegen der Weltmeisterschaft sind wir immer noch im Fußballrausch“, sagte Daniel Ribas, Mitglied im Freya Cannabis Club. „Dies gibt uns die Gelegenheit, die Begeisterung wieder aufleben zu lassen, aber auch Kontakte in einem anderen Umfeld zu knüpfen. Wir würden normalerweise nicht dazu kommen, mit diesen Leuten zu reden, was verrückt ist, weil wir viel gemeinsam haben.“

Zu den teilnehmenden Clubs gehörten HQ BCN, Greenardo, A.G.O.R.A., Undergrow Team, Freya, Pandora, The Plug, Chamaneria, La Pausa Verde, Sweet Hope, Green Brothers und Asoma BCN, mit Unterstützung von Veranstaltungspartnern wie Undergrow TV, Technical Crops, Low Cost Seeds, Sumo Seeds und Dutch Green.

„Wir erleben an vorderster Front mit, wie sich die Wahrnehmung der Gesellschaft gegenüber Cannabis verändert“, sagt Romain Jouenne, einer der Gründer von GolAGol.com. „Wir wollten dieses Event schon lange veranstalten und sind dankbar für den Kontakt zu Dany. Durch ihn haben wir Verbindungen zu Barcelonas Cannabis-Clubs und -Vereinen bekommen und sind sehr zufrieden mit der Beteiligung. Die Clubs waren echt bei uns.“

Lasst die Spiele beginnen

Die Spiele begannen am frühen Samstagmorgen in einer Fußballhalle in einem Industriegebiet im L’Hostipalet de Llobregat in Barcelona. Alle fünf Plätze der Halle waren den ganzen Vormittag über besetzt und zig Spieler in Trikots – einige hatten sich Mannschaftstrikots mit ihrem Vereinslogo gemacht – strömten zum Spielen hinein, während Gruppen verschwitzter Leute die stickige Halle mit triefenden Gesichtern und einem dringenden Bedürfnis nach Erfrischung verließen. Eine großartige Stimmung.

Draußen waren es 38 Grad im Schatten, was jede körperliche Betätigung zu einer Herausforderung machte – kein Wunder also, dass einige Club-Mannschaften nicht erschienen. Am Nachmittag war klar, dass das Fehlen einiger Mannschaften den Zeitplan so durcheinander gebracht hatte, dass die Spieler keine Ahnung hatten, gegen wen sie antraten. Als das Green-Brothers-Team die Halle verließ, sagten sie, sie hätten eine Menge Spaß gehabt, wüssten aber nicht, wer sie gerade geschlagen hatte.

Die Qualifikationsmannschaften sollten über den Tag verteilt vier Mal spielen. Die Sieger chillten, bis ein Spielfeld frei wurde. Bis dahin warteten sie in der Betonlobby, wo sie Grillgerichte von einem Anhänger kaufen, billiges Bier trinken und rauchen konnten. Wasserflaschen gab es für zwei Euro an der Bar. In der Halle gab es zwei Ventilatoren, einer neben dem DJ-Pult und einer beim Sponsorenstand.

Um sieben mussten die Siegerteams noch zwei weitere Spiele spielen, um den Spielplan für den nächsten Tag in Form zu bringen. Sie waren erschöpft. Zwei von Freyas Clubmitgliedern zogen zum dritten Mal an diesem Tag ihre Fußballschuhe an und ihre müden Gesichter blinzelten, als sie die Schnürsenkel zusammenbanden.
„Wenn wir dieses Spiel gewinnen, müssen wir später noch einmal spielen“, sagte Ribas mit einem verschlafenen Lächeln, das darauf hindeutete, dass er lieber zu Hause im Akkord irgendetwas gucken würde. „So oder so, es war ein toller Tag. Niemandem geht es um den Sieg. Versteh mich nicht falsch, wir sind schon kompetitiv, aber hier es geht darum, eine Gemeinschaft aufzubauen und zu zeigen, wer wir sind.“
Das Freya-Team sollte noch zwei weitere Spiele spielen und beide gewinnen.

Die grüne Flagge schwenken

Die Preise für die Mary Jane Football League beinhalteten eine Trophäe für das Siegerteam sowie Körbe mit Hanf– und CBD-Produkten. Es gab auch eine Verlosung für einen ausgefallenen Wäschekorb. Nettes Zeug, aber nicht besonders überzeugend. Egal, denn die Preise waren für viele der Teilnehmer nicht der springende Punkt, die mehr daran interessiert waren, die Gelegenheit zu nutzen, um Freundschaften zu schließen.

Als die Spiele am Samstag nach Mitternacht endlich vorüber waren, gingen alle auf einen wohlverdienten Drink aus – was bedeutete, dass noch mehr Teammitglieder am Sonntagmorgen nicht erschienen sind. Diejenigen, die doch auftauchten, waren ein wenig verkatert, wenn auch immer noch in bester Stimmung.

Freya hatte am späten Vormittag ein hartes Spiel und gewann in den letzten fünfzehn Minuten mit 4 zu 3. Niemand kannte den Vereinsnamen der Verlierer. Das Freya-Team war überrascht und erfreut, es so weit geschafft zu haben und freute sich auf die Ankunft der Mitglieder des Subteams im Laufe des Tages. Am Sonntagnachmittag wurden die fehlenden Spieler zu einem Problem. Um die Teams aufzustocken, schlossen sich Mitglieder verschiedener Clubs zusammen. Spieler von Chamaneria sprangen ein, um im Namen der fehlenden HQ-BCN-Spieler zu spielen und so weiter.
Gute Absichten reichten nicht aus, um die Liga zu retten, die am Sonntagabend durch Hitze und mangelnde Organisation zu einem unfertigen Ende kam. Es gab keinen Gewinner der diesjährigen Eröffnungsfeier der Mary Jane Football League und es ist nicht klar, ob das Event noch einmal stattfinden wird.
Diese Veranstaltung hat aber gezeigt, dass es einen gewissen Bedarf nach Zusammenhalt innerhalb der Cannabis-Community von Barcelona gibt – sowie die Bereitschaft, zusammenzuarbeiten, um das Netzwerk zu stärken und eine Plattform zu finden, die es auf innovative Weise weiterspinnt. Trotz ihrer Mängel zeigte diese Veranstaltung, warum Barcelona den Titel der Cannabis-Hauptstadt Europas verdient hat.

„Das Interesse an den medizinischen und therapeutischen Eigenschaften Marihuanas steigt, aber es gibt eine Menge Fehlinformationen dort draußen“, sagte Maka, ein Moderator des beliebten Cannabis-YouTube-Channels Undergrow TV. „Die Leute bei solchen Veranstaltungen sind Experten. Sie wissen, wozu diese Pflanze fähig ist und haben einen einzigartigen Erfahrungsschatz. Deshalb ist es wichtig, Verbindungen innerhalb der Gemeinschaft aufzubauen, die die Kultur geschaffen hat.“

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Original Artikel: Barcelonas Cannabis Clubs im Fußballrausch

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