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Das Terpen Myrcen – Geruch und Geschmack, Vorkommen und medizinischer Nutzen
Autor: Ferdinand Kronberger  22/08/2018 - 08:01:00

Was sind Terpene?

Die in Cannabis enthaltenen Cannabinoide weisen unterschiedliche körperliche und/oder psychotrope Effekte auf den Menschen auf. Gleichzeitig besitzen sie aber auch einen unermesslichen medizinischen sowie therapeutischen Nutzen bezüglich der Behandlung zahlreicher, zum Teil schwerstwiegender Erkrankungen. Es gibt jedoch noch weitere wirksame Bestandteile im Cannabis, wie z.B. die sogenannten Terpene.


Terpene sind für die reichhaltigen und zum Teil sehr unterschiedlichen Geruchs- und Geschmacksnuancen im Cannabis hauptsächlich verantwortlich. Sie gehören zu den wichtigsten Bestandteilen von ätherischen Ölen und kommen in einer Vielzahl von Pflanzen in verschiedenen Konzentrationen und Kombinationen vor. Aus chemischer Sicht gehören die Terpene zu einer sehr vielfältigen und komplexen Familie von natürlichen Stoffen und ermöglichen unterschiedliche Verbindungsgruppen, abhängig von der Art und der Anzahl der Moleküle, die miteinander kombiniert werden.

Bei Luftkontakt verflüchtigen sich Terpene recht schnell, vor allem wenn dies bei Sonneneinstrahlung und wärmeren Temperaturen geschieht. Das ist auch der Grund, warum die meisten Pflanzen zu Beginn des Tages deutlich intensiver duften als am späten Nachmittag und ebenfalls deshalb sollten konsumfertige Cannabisblüten kühl und dunkel gelagert werden. Denn nur so kann man sicherstellen, dass die einzigartige Molekülkonzentration der jeweiligen Sorte möglichst gut erhalten bleibt.

Dass THC die Fähigkeit hat an die Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn anzudocken und so die bekannten psychoaktiven Wirkungen auslöst, ist allgemein bekannt. Die Terpene können ebendiese Rezeptoren und ihre Arbeitsweise aktiv beeinflussen. So konnte bewiesen werden, dass bestimmte Terpene unter Anderem die Fähigkeit besitzen, die Menge an THC, welches die Blut-Hirn-Schranke durchdringen kann, zu verändern. Auch entspannende oder aber aktivierende sowie viele weitere unterschiedliche Effekte werden verschiedenen Terpenen zugesprochen. Weitere allgemeine Infos zu Terpenen findest du hier.

Das Terpen Myrcen:

Myrcen ist ein Monoterpen, welches ein wesentlicher Vorläufer für die Bildung von anderen sekundären Terpenen ist. Es zeigte sich, dass die Verbindung in einzelnen Sorten bis zu 50-60% des gesamten Terpengehaltes ausmachen kann. Man geht davon aus, dass Sorten mit einem Myrcen-Anteil ab 0,5% des Gesamtspektrums der Pflanze, die stark sedierende Wirkung entfalten können, die allgemein eher von den Indica-Pflanzen bekannt ist.

Das Vorkommen von Myrcen ist allerdings nicht nur auf die Hanfpflanze begrenzt, sondern kann ebenfalls in Mangos, Zitronengras, Lorbeerblättern, Trauben und anderen Pflanzen angetroffen werden.

Geruchstechnisch lässt sich Myrcen als süßlich-erdig bezeichnen und wird oft als „moschusartig“ oder „in Richtung Gewürznelken“ beschrieben. Daneben finden sich Aromen von Mango, Zitrusfrüchten und Thymian mit einer leicht scharfen Note. Auch geschmacklich zeichnet sich dieses Terpen, neben einem erdig-süßen Grundton, durch Mango- und Zitrusfrucht-Nuancen aus.

Zusätzlich zu dem tollen Geruch und Geschmack hat Myrcen allerdings auch noch ein ungeheures medizinisches bzw. therapeutisches Potential. Neben einer entspannenden bis leicht sedierenden Komponente, welche ideal gegen Schlafprobleme eingesetzt werden kann, werden dem Terpen antiseptische, antikanzerogene (Vorbeugen von Krebserkrankungen), antipsychotische und antioxidative (Bindung freier Radikale im Körper) Wirkung zugeschrieben.

Ebenso soll Myrcen sehr effektiv bei Verspannungen der Muskulatur, Entzündungen, Depressionen sowie bei (chronischen) Schmerzen sein. Auch wird vermutet, dass Myrcen zusammen mit THC einen so genannten Synergieeffekt eingeht. Das bedeutet, die Kombination der beiden Stoffe erzeugt stärkere Effekte als sie dies jeweils alleine tun würden.

Sorten mit einem hohen Gehalten dieses Terpens sind unter Anderem Blackberry Kush, White Widow, Skunk #1 und El Niño. Aber auch die Medizinalcannabis-Sparte hat hier einige Vertreter zu bieten. Patienten und Ärzte, die auf der Suche nach Myrcen-reichen Sorten sind, haben z.B. die Auswahl zwischen Stellio (Kosher Kush), Bedrocan (Jack Herer-Genetik), Bakerstreet (Hindu Kush), Green no. 3 (verm. CBD-Kush) und Argyle (Nordle).

Der Beitrag Das Terpen Myrcen – Geruch und Geschmack, Vorkommen und medizinischer Nutzen erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel: Das Terpen Myrcen – Geruch und Geschmack, Vorkommen und medizinischer Nutzen

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