Hempyreum.org
Local Time
English (UK) Deutsch (DE) Français (FR) Español (ES) Italian (IT)
Die Globalisierung von Cannabis
 08/08/2018 - 11:30:00

Cannabis als universelle Ressource

Victoria Atkins (© Chris McAndrew)

Der Geschäftsführer des größten Agrarbetriebes des Landes, British Sugar, ist Paul Kenward – seine Frau Victoria Atkins („Parliamentary Under Secretary of State for Vulnerability, Safeguarding and Countering Extremism“) hat eine lange Erfolgsgeschichte im Kampf gegen die Legalisierung von Cannabis vorzuweisen, während ihre Familie direkt von einer der wenigen in Großbritannien vergebenen Anbaulizenzen

Die Seidenstraße im 1. Jahrhundert n. Chr. (© Kaidor)

Die Globalisierung ist kein neues Phänomen. Seit Jahrtausenden haben die Menschen große Entfernungen zurückgelegt und zahlreiche nachhaltige Handelsnetzwerke in der ganzen Welt aufgebaut. Die Seidenstraße ist ein Beispiel für solch ein historisches und praktisch globales Netzwerk, das sich über Tausende von Kilometern quer durch Asien, bis tief hinein nach Europa und Afrika erstreckt – und das seit über Tausend Jahren.

Die Seidenstraße ist auch deshalb relevant, da sie mit ziemlicher Sicherheit

Die Preise in Kalifornien und Oregon sind schlagartig gefallen (© Rick Obst)

Solche Organisationen haben das Potenzial, die Lage der Weltbevölkerung zu verschlimmern und gleichzeitig eine immer kleiner werdende Elite in einem noch nie dagewesenen Ausmaß zu bereichern.

Die Cannabisindustrie ist nicht immun gegen diesen Effekt. Vorteile für Großkonzerne führen fast zwangsläufig zu Nachteilen für Kleinproduzenten im In- und Ausland.

In

Cannabis wird vernichtet (© North Cascades National Park)

Verstöße gegen internationale Verträge sind für viele Länder auf der ganzen Welt, von denen einige wiederholt mit wirtschaftlichen und militärischen Sanktionen oder einer internationalen Ächtung wegen Verstoßes gegen UN-Konventionen konfrontiert waren, durchaus ein Problem. Die jüngste Muttermilch-Kontroverse bei den Vereinten Nationen ist ein besonders ungeheuerliches Beispiel dafür, wie leicht mächtige Länder mit der Drohung, militärische Hilfe zurückzuhalten, andere Nationen ihrem Willen unterwerfen können.

Speziell was Cannabis betrifft, gibt es in verschiedenen Ländern nach wie vor Maßnahmen zur Kontrolle des illegalen Handels, wie zum Beispiel Pflanzenvernichtungsprogramme. Im Allgemeinen obliegt die Kontrolle über die illegale Drogenproduktion und den Drogenhandel den nationalen Regierungen, und die Drogen produzierenden Länder sind verpflichtet, Plantagenrodungen und ähnliches durchzuführen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Strafmaßnahmen auf internationaler Ebene – vielleicht in Form der Ablehnung benötigter militärischer Hilfe.

Das Ergebnis ist, dass es viele Cannabis produzierende Länder gibt, die aufgrund erfahrener Strafmaßnahmen äußerst vorsichtig geworden sind, internationale Verträge zu brechen. Gleichzeitig haben mächtigere Länder den Vorteil, Verträge ungestraft brechen zu können, Industrien zu gründen und in einem Maße zu profitieren, von der die traditionellen Erzeugerländer nur träumen können.

Versuche auf die Ungerechtigkeit der globalen Cannabisindustrie aufmerksam zu machen

Natürlich bleibt die Situation komplex. Beispielsweise leidet Kolumbien seit Jahrzehnten unter den invasivsten und gewalttätigsten Maßnahmen, die der globale Antidrogenkrieg je hervorgebracht hat, und ist dabei, seine Pestizidattacken aus der Luft zur Zerstörung der besonders großen Kokaernte dieses Jahr wieder aufzunehmen – als Reaktion auf den Druck der USA.

Andererseits hat Kolumbien aber auch die Bemühungen zur Legalisierung von medizinischem Cannabis und zur Schaffung eines legalen, regulierten Marktes (bisher mit insgesamt vierzehn Lizenznehmern) vorangetrieben. Auch der Start des Exports ist für 2019 geplant – allerdings wird es zu diesem Zeitpunkt bereits eine starke, etablierte Konkurrenz geben.

Viele andere traditionelle Erzeugerländer drängen nun auf die Einführung moderner Cannabisindustrien. Indien, Sri Lanka, Thailand, die Türkei, Lesotho, Sambia, Simbabwe, Griechenland, Mexiko, Jamaika und einige andere Länder haben in den letzten Jahren irgendeine Form von Cannabis-Gesetzgebung eingeführt.

Ein genauerer Blick auf die Eigentumsverhältnisse der Lizenznehmer zeigt jedoch, dass dies nicht notwendigerweise einen Ausgleich für das globale Ungleichgewicht darstellt. In Lesotho beispielsweise werden die fünf bestehenden Lizenzen von (zumindest teilweise) US-amerikanischen, britischen und kanadischen Unternehmen gehalten. Drei Unternehmen befinden sich zu 100 Prozent in ausländischem Besitz, die beiden anderen zu 30 beziehungsweise 10 Prozent.

Die globale Zukunft von Cannabis

Es besteht durchaus die Hoffnung, dass wirtschaftlich weniger entwickelte Länder auf dem Weltmarkt zu ihren westlichen Konkurrenten aufschließen können. Viele traditionell Cannabis produzierende Länder befinden sich im Süden der Welt, mit günstigen klimatischen Bedingungen für den Cannabisanbau und dem Potenzial für deutlich niedrigere Produktionskosten.

Kolumbien hat seinen ganzjährigen 12/12-Lichtzyklus und seine stabilen Temperaturen als entscheidende Vorteile für den Cannabisanbau hervorgehoben, da so eine ganzjährige Blüte und mehrere Ernten ermöglicht werden. Indien ist natürlich eines der ältesten Erzeugerländer der Welt – und die Heimat einer möglicherweise beispiellosen genetischen Vielfalt mit idealen Bedingungen für Dutzende von verschiedenen Landrassenarten.

Im Vergleich dazu sind Kanada, Großbritannien und die Niederlande nördliche Länder mit kurzen, kühlen Sommern und wenig natürlichem Potenzial zur Produktion von Cannabinoiden. Ein Großteil des medizinischen Anbaus erfolgt indoor, was sowohl in finanzieller als auch in ökologischer Hinsicht ineffizient ist.

Doch damit die traditionellen Erzeugerländer einen Vorsprung auf dem Weltmarkt erlangen können, wird es mit ziemlicher Sicherheit einen Krieg zwischen gigantischen Konzernen erfordern. In solch einer Situation werden kleinere Produzenten jedoch auf der ganzen Welt zunehmend durch den Aufstieg von Großkonzernen bedroht werden.

The post Die Globalisierung von Cannabis appeared first on Sensi Seeds Blog.

Original Artikel: Die Globalisierung von Cannabis

..


16/08/2018 - 13:44:00
16/08/2018 - 09:07:00
15/08/2018 - 08:21:00
11/08/2018 - 06:12:00
08/08/2018 - 11:30:00
08/08/2018 - 05:31:00
info
Total Seiten / Sprache:   37'387 / 1'705
Im Archiv :   46'558
Seiten letzten 24 Stunden:   7
Diesem Monat Seiten:   522
Ansichten:   13'608'0822'696'418
Ansichten-Archiv:   14'144'153

©2018 - Hempyreum.org - Nachrichten aggregator über Hanf und Cannabis [Beta] | Alle Rechte und Inhalten sind Eigentum der Jeweiligen Inhaber

Werbung