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Grow-Report: Shiva Skunk – ein grüner Jungbrunnnen
 03/08/2018 - 11:50:00

Autor: Green Born Identity – G.B.I.

Wir schreiben das Jahr 1988. In Amsterdam findet der allererste High Times Cannabis Cup statt, damals nur im kleinen Kreis von US-Amerikanern und Holländern.

Unter den Gewinnern ist Northern Lights #5 x Skunk #1 von „The Seed Bank“ – eine Sorte, die 1987 auf den Markt kam. Die Jury kürte diese Sorte zum Sieger in der Kategorie

Während „Der Zerstörer“ im Falle von Shiva Skunk nicht wörtlich genommen werden sollte, ist es ein Hinweis darauf, wie potent und stark dieser Hybride mit 85-prozentiger Indica-Genetik wirklich ist.

Die Wirkung kann jedoch je nach Konsument variieren, was sowohl zu einem indicatypischen Couchlock, aber manchmal auch zu einem Zustand tiefer Kontemplation und Meditation führen kann. Aber auch von Lachflashs oder sogar energetisierenden und abenteuerlichen Rauscherlebnissen wurde schon berichtet.

„Du kannst beinahe die Schere wegwerfen.“

Shiva Skunk gelingt es, innerhalb einer schnellen Blütezeit von nur 45 bis 55 Tagen reichlich Buds zu produzieren. Die

Zwei Wochen nach der Umstellung auf 12/12 (die Pflanzen waren innerhalb von zehn Tagen in die Blütephase gewechselt) wurde deutlich, dass eines der beiden Exemplare einen stärkeren Dehnungsdrang entwickelte, wohingegen das andere in der Höhe etwas  abfiel.

Die Blüte ging bei beiden trotzdem etwa gleich schnell voran, nach drei Wochen ragten zahlreiche weiße Härchen aus den jungen Blüten heraus. Eine Woche später legten meine beiden Shiva Skunks den Fuß aufs Gas und begannen wie verrückt zu blühen.

Sie blähten sich immer mehr auf und waren schon in diesem frühen Stadium sehr wohlgeformt. Eine so produktive Blüte nach nur vier Wochen weckte natürlich hohe Ertragserwartungen. Auch die Buds waren bereits mit vielen Harzdrüsen bestückt und rochen süß und würzig.

Nuff Respekt, die altehrwürdige Shiva-Skunk-Dame führt sich doch glatt wie ein rassiger und vor Fruchtbarkeit strotzender Hottie auf!

Ein prächtiger Lockenschopf und ein dickes Ertragswunder

Sechs Wochen der Blüte waren vergangen, als die größere Pflanze bereits wahnsinnig behaart war und an einen Lockenkopf erinnerte. Ein so extrem hohes Kelch-Blatt-Verhältnis habe ich in meiner Karriere als Grower bisher selten erlebt.

Sensi Seeds’ Spruch mit der Schere war in diesem Fall wirklich keine Übertreibung. Der prächtige, längliche, fette Top Bud ragte aus der Mitte empor, umgeben von zehn ebenfalls voluminösen Seitenbuds, alle mit attraktiven, klebrigen Trichomen geschmückt. Die kleinere Pflanze zeigte ein ähnliches Verhalten in der Blüte, mit großen, harzigen Buds und wenig Laub.

Der Unterschied bestand vor allem darin, dass die Triebe eine engere internodiale Staffelung aufwiesen, die die Pflanze regelrecht „fett“ aussehen ließ. Dicht und hart sind zwei weitere Attribute, die auf die Blüten beider Pflanzen zutrafen. Es handelt sich wahrlich um zwei regelrechte Bud-Fabriken! Der aromatische Duft wurde mit der Zeit ziemlich intensiv und ein schwerer Moschusgeruch lag in der Luft, der, wie beschrieben, noch durch einen Hauch von Zitrus aufgepeppt wurde. Köstlich!

Die Reife wurde gegen Ende des offiziell angegebenen Erntezeitfensters erreicht. Nach 54 Tagen war das höhere Exemplar voll ausgereift, zwei Tage später folgte dann „Fattie“. Die endgültigen Größen lagen bei 76 und 58 Zentimetern. Wie erwartet konnte ich die Buds im Handumdrehen maniküren, vor allem die des „Lockenkopfes“ – schnipp, schnapp, und fertig!

Für die größere Pflanze wies die Waage einen fabelhaften Trockenertrag von 104 Gramm auf, die kleinere brachte es auf 79 Gramm – ein ebenfalls hervorragendes Ergebnis, gerade für eine relativ niedrige Pflanze. Das Trocknen und Fermentieren der Buds führte zu einem feineren Aroma und intensivierte die Zitrusnoten, während die Moschusbasis etwas schwächer geworden war. Insgesamt aber eine sehr pikante, aromatische Mischung!

Shiva Skunk im Vaporizer: in Trance werden Erinnerungen wach!

In festlich-angeregter Stimmung nahm ich den ersten Zug Shiva Skunk aus meinem „Mighty“-Vaporizer. Sehr inspirierend war das Gefühl die gesamte 30-jährige Geschichte dieses Strains zu inhalieren. Ich wurde auf eine Reise in die Vergangenheit geschickt, was Erinnerungen an meine eigene lange Karriere weckte.

So war es nur passend, dass der intensive Geschmack ziemlich oldschool war, hauptsächlich süß beim Inhalieren und sehr würzig im Nachgeschmack. Mein Mund schmeckte nach Patschuli-Öl, erdig, holzig und moosig. Auf jeden Fall wunderbar organisch und ätherisch! Schon die erste Dampfwolke hatte mich in eine meditative Stimmung versetzt, die sich nach ein paar weiteren Zügen in eine Art Trance entwickelte.

Ich schloss meine Augen und schwelgte in einer bunten Welt aus Cannabis-Erinnerungen, die mir wie Blitze durch den Kopf schossen:

Zum Beispiel die jamaikanischen Ganja-Felder, die ich einmal besucht habe, meine eigenen riesigen Outdoor-Pflanzen aus den frühen 80er-Jahren, die Haschisch-Siebung mit einheimischen Bauern im marokkanischen Rif-Gebirge, bei der ich mithelfen durfte, meine Jagd nach vergessenen und exotischen Samen in Nepal, die Gesichter von alten, inzwischen verstorbenen Grow- und Rauchkameraden und die verrückten Cannabis-Abenteuer, die ich mit ihnen zusammen erlebte habe…

Das alles gab mir das glückliche Gefühl eines erfüllten Cannabislebens. Ja, ich spürte die zutiefst kontemplativen Wirkungen, die so typisch für Shiva Skunk sind. Nachdem ich mich etwa eine Stunde lang auf Zeitreise befunden hatte, bekam ich plötzlich die Munchies und plünderte meinen Kühlschrank. Die Wirkung hielt noch mehr als eine Stunde an und ließ mich in einem Zustand tiefer Entspannung und Glückseligkeit zurück.

Mein Fazit zu Shiva Skunk: so sehen Gewinner aus, damals wie heute! Diese Sorte ist ein zeitloser Cannabis-Jungbrunnen, einfach faszinierend, wie aromatisch und potent der Strain bis heute geblieben ist. Ich bin mir absolut sicher, dass Shiva Skunk auch in den nächsten 30 Jahren seinen festen Platz im Sortiment von Sensi Seeds haben wird!

Green Born Identity – G.B.I.

Grow-Schema:

GenetikShiva Skunk (Northern Lights #5 x Skunk #1)
WachstumszeitDrei Wochen (ab Keimung)
Blütezeit54 und 56 Tage / 45 bis 55 Tage im Allgemeinen
MediumPlagron Grow Mix, 11 Liter-Töpfe
pH6,2 bis 6,6
EC1,2 bis 1,8 mS
LichtBis zu 12 x SANlight S4W = 1680 Watt
Temperatur18 bis 28 Grad Celsius
Luftfeuchtigkeit40 bis 60 Prozent
BewässerungVon Hand
DüngerOrganic Bloom Liquid von Green Buzz Liquids
Zusätze/StimulanzienLiving Organics, More Roots, Humin Säure Plus, Big Fruits, Fast Buds und Clean Fruits von Green Buzz Liquids
Höhe58 und 76 Zentimeter
Ertrag79 und 104 Gramm

 

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