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Start Up präsentiert Software zur Erkennung gefälschter Rezepte
Autor: Christian Boedefeld  04/07/2018 - 11:10:00

Gefälschte Rezepte sind ein Problem für Ärzte, Apotheker und Krankenkassen und alles andere als ein Kavaliersdelikt. Jibbit, ein Start Up aus Monheim, will der Fälschung von Rezepten mithilfe der Blockchain-Technologie entgegenwirken.

 

Im Zuge der Zulassung von Cannabis als Medizin können sich Patienten mit einem Rezept vom Arzt Cannabisblüten in der Apotheke holen. Immer wieder stoßen Apotheker dabei auf Versuche, Cannabis mit einem gefälschten Rezept zu bekommen. Doch das Problem mit den gefälschten Rezepten gibt es schon länger. Davon betroffen seien vor allem auch verschreibungspflichtige opioide Schmerzmittel, wie es aus Apothekerkreisen heißt. Das Start Up Jibbit will nun mithilfe einer Software dafür sorgen, dass vor allem Berufsanfänger die Echtheit der Rezepte schnell und einfach überprüfen können.

Blockchain gegen gefälschte Rezepte

Das Ganze beginnt bereits beim Arzt. Dieser soll mithilfe der Software JibbitDoc das Rezept sozusagen virtuell in einer Blockchain ablegen. Man kann sich das als dezentralen Ort vorstellen, an dem Daten in verschlüsselter Form gespeichert werden. Anschließend soll der Patient eine Karte mit Daten erhalten, die dann in der Apotheke mithilfe einer App ausgelesen werden kann. Alternativ dazu erhalten Patienten einen QR-Code, der ebenfalls gescannt werden kann. Auf diese Weise sollen Apotheker und Angestellte das Rezept in Sekundenschnelle auf seine Echtheit überprüfen können.

 

Laut Jibbit sei dies eine zusätzliche Maßnahme, die Transparenz und Sicherheit bringe. Nichtsdestotrotz erhält der Patient weiterhin ein physisches Rezept, das er in der Apotheke abgeben kann. Geplant ist, dass die App für Pharmazeuten kostenlos sein soll. „Wir wünschen uns, dass die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden“, heißt es aus der Marketingabteilung des jungen Unternehmens.

 

Um die Software im Alltag zu testen, soll JibbitDoc zunächst in Zusammenarbeit mit Ärzten und Apotheken in Köln und Berlin getestet werden. In der Tat konzentriert man sich bei Jibbit auf die Überprüfung von Cannabis-Rezepten, da es bei Arzneimitteln mit Missbrauchspotenzial häufig zu Rezeptfälschungen komme, so das Unternehmen. Und die Vorteile für Apotheken? Das Ganze soll für mehr Sicherheit sorgen, Budgetbelastungen durch gefälschte Rezepte eliminieren und die Kommunikation zwischen Ärzten und Apothekern vereinfachen.

Auf lange Sicht planen die Entwickler, mit der App online Sprechstunden und Terminbuchungen zu ermöglichen. Dann sollen nicht nur Cannabis-Rezepte, sondern auch alle anderen Kassen- und Privatrezepte überprüft werden können.

Der Beitrag Start Up präsentiert Software zur Erkennung gefälschter Rezepte erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel: Start Up präsentiert Software zur Erkennung gefälschter Rezepte

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