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Cannabis und Autofahren in der Niederlande – Teil 4: Der menschliche Zoll
 28/06/2018 - 11:10:00

Seit dem 1. Juli 2017 prüft die Polizei Autofahrer nicht nur mehr auf Alkohol, sondern auch auf andere Substanzen wie Amphetamine, Kokain und Cannabis. Wer einen bestimmten Grenzwert überschreitet, muss mit einer Strafe rechnen.

Die Folgen dieser Politik beginnen allmählich sichtbar zu werden. Selbst Menschen, die Cannabis zu medizinischen Zwecken verwenden, werden knallhart angepackt. So ergeht es auch Shiva Spaarenberg, die erfahren muss, welche weitreichenden Konsequenzen Cannabiskonsum im Verkehr mit sich bringt.

Wenn Ehrlichkeit zum Nachteil wird

Am 27. Dezember 2016 hält die Polizei Shiva im Rahmen einer Verkehrskontrolle an. Angesprochen auf den Cannabisgeruch im Auto gibt Shiva zu, einen Joint geraucht zu haben, weil sie seit Jahren an Migräne und Muskelspannung leidet. Zu ihrer Überraschung darf Shiva ohne Buße weiterfahren. Ihre Ehrlichkeit aber wird sich nicht auszahlen.

Einen Monat später erhält Shiva einen Brief vom Centraal Bureau Rijvaardigheidsbewijzen (CBR) mit dem Hinweis, dass gegen sie ein Verfahren wegen Drogenmissbrauch eröffnet wird. Shiva muss ihren Führerschein abgeben.

Paradox an der Geschichte ist die Tatsache, dass Shivas Fahrtauglichkeit vom CBR nicht überprüft wird. Cannabis News Network wollte es genauer wissen und schickt Shiva nach Wageningen, wo ein unabhängiger Experte ihre Fahrfertigkeiten beurteilt.

Der Experte gibt Entwarnung: „Ich sehe keinen Unterschied in der Art, wie du fährst im Vergleich mit anderen. Möglicherweise fährst du mit ein bisschen Cannabis sogar etwas ruhiger und besser.“

Auch der niederländische Apothekerverband ist der Meinung, dass Cannabispatienten, die ihre Medizin regelmäßig einnehmen, keine Gefahr für den Verkehr darstellen. Auf der Packungsbeilage von medizinischem Cannabis steht, dass nach einer Eingewöhnungsphase von 14 Tagen am motorisierten Verkehr teilgenommen darf. Die Praxis zeigt aber ein anderes Bild. Patienten wie Shiva werden bestraft, egal ob sie sicher fahren oder nicht.

„Es ist verletzend in der Korrespondenz mit dem CBR den Begriff Drogenmissbrauch zu lesen, um meine Nutzung von Medikamenten zu beschreiben. Es ist auch verletzend, dass meine Offenheit und Wahrhaftigkeit bisher nur zu meinem Nachteil ausgelegt wurde“, erklärt Shiva in einer Anhörung beim CBR.

So wie Shiva laufen in den Niederlanden Zehntausende von Cannabiskonsumenten Gefahr, in einen bürokratischen Albtraum zu geraten und für lange Zeit ihren Führerschein zu verlieren.

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