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Österreichs größter Cannabis-Bauer verlässt das Land
Autor: Christian Boedefeld  13/06/2018 - 13:53:00

Der größte legale Cannabis-Produzent kehrt Österreich den Rücken. Alexander Kristen, der Mann hinter „Flowery Field“ verlegt seinen Betrieb nach Italien. Ein Grund dafür ist die rückschrittliche Politik der österreichischen Regierung.

Legale Stecklinge in Österreich

Wie in der „Presse am Sonntag“ zu lesen ist, gibt es in Österreich für Flowery Field keine Zukunftschancen mehr. „Wir wollten wachsen“, wird Alexander Kristen dort zitiert. Angesichts des Rückwärtsgangs, den die österreichische Politik beim Thema Cannabis einzulegen scheint, sei dies aber in der Alpenrepublik nicht möglich. Kristen verkauft pro Woche ungefähr 25.000 Hanftsecklinge und bewegt sich damit laut dem Bericht stets am Rande einer juristischen Grauzone. In Österreich ist der Besitz von Cannabispflanzen, solange sie sich nicht in der Blüte befinden, erlaubt. Der Handel mit Stecklingen ist sozusagen ein offenes Geheimnis.

Durch den globalen Aufschwung und die Legalisierung in den Teilen der USA erlebte die österreichische Cannabisszene zuletzt einen Aufschwung. Es entstand ein großer Markt für CBD-Produkte und in manchen Bundesländern findet man sogar Coffeeshops, in denen man sich bis auf das nahezu THC-freie Gras wie auf einem Ausflug in die Niederlande fühlt. Die Zahlen sprechen für sich. Innerhalb der letzten beiden Jahre hat sich die Zahl der Growshops fast verdreifacht.

Regierungswechsel sorgt für Ernüchterung

Der Regierungswechsel zu Türkis-Blau – eine Koalition aus konservativer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ – trübt jedoch die Stimmung der Branche. Im Regierungsprogramm steht nämlich, dass der Verkauf von Hanfsamen und -stecklingen verboten werden soll. Vor allem Anbauern und Growshops, die Stecklinge im Angebot haben, dürften die Pläne der neuen Regierung nicht gefallen. Wird das Verbot tatsächlich umgesetzt, steht eine Millionenbranche vor dem Aus und Österreich würde in Sachen Cannabis gleich mehrere Schritte zurück gehen. Dennoch müsste den Unternehmen der Branche bei einem Verbot eine Übergangsfrist von mindestens vier bis fünf Jahre eingeräumt werden.

So weit will es Alexander Kristen mit Flowery Field gar nicht erst kommen lassen und verlegt sein Unternehmen in die Toskana. Ein weiterer Grund für den Umzug ist jedoch auch eine nachhaltigere Produktion. Bisher hatte seine Firma im Wiener Umland den Stromverbrauch einer Kleinstadt. In der Provinz Lucca dagegen benötige man höchstens im Winter elektrische Lampen, so Kristen. Außerdem steht man dem Thema Cannabis in Italien wesentlich liberaler gegenüber.

Der Beitrag Österreichs größter Cannabis-Bauer verlässt das Land erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel: Österreichs größter Cannabis-Bauer verlässt das Land

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