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Cannabis und Autofahren in der Niederlande – Teil 1: Der Speicheltest
 04/06/2018 - 09:00:00

Wenn es ums Autofahren geht, kennt das niederländische Gesetz keine Gnade. Bestraft werden nicht nur Freizeitkonsumenten, sondern auch Menschen, die Cannabis als Medizin nutzen. Warum dies nicht zur Verkehrssicherheit beiträgt, zeigt eine exklusive, mehrteilige Serie von Cannabis News Network. Im Fokus von Teil 1: Der Cannabis-Speicheltest.

Seit dem 1. Juli 2017 prüft die Polizei Autofahrer nicht nur mehr auf Alkohol, sondern auch auf andere Substanzen wie Amphetamine, Kokain und Cannabis. Besteht ein Verdacht auf Drogenkonsum, ist die Polizei vor Ort befugt, einen Speicheltest durchzuführen, der auch als Saliva-Test bezeichnet wird. Was zunächst vernünftig klingt, sorgt bei genauerem Hinsehen jedoch für Stirnrunzeln.

Freizeitkonsumenten und Patienten werden über einen Kamm geschoren

Das Gesetz macht keinen Unterschied zwischen Freizeitkonsumenten und Patienten, die etwa Cannabis als Medizin nutzen. Ka-Chun Cheung vom niederländischen Apothekerverband hat Alarm geschlagen bei den zuständigen Behörden. Er schätzt, dass rund 1 Million Menschen zu Unrecht kriminalisiert werden durch das neue Gesetz.

Eine von ihnen ist Marjon Fisher. Seit ihrem 17. Lebensjahr leidet sie an Epilepsie. Cannabis ist für sie ein Segen. Nur dank der regelmäßigen Einnahme von CBD-Öl kann sie Dinge tun, die für andere Menschen völlig normal sind, Lesen etwa oder Autofahren. Doch Marjon ist verunsichert: „Die Tatsache, dass ich Cannabis in meinem Blut habe, was bedeutet das für meine Versicherung? Bin ich versichert? Mache ich mich strafbar?“

Wie in den meisten anderen europäischen Ländern ist CBD in der Niederlande legal. Entsprechend darf Marjon am Verkehr teilnehmen. Problematisch wird es aber, wenn sie einen Unfall verursacht. In dem Fall riskiert sie eine Busse von 850 Euro und einen Verlust des Führerscheins während maximal 6 Monaten. Zudem könnte ihre Versicherung allfällige Zahlungen verweigern.

Das Gesetz ist nicht nur unfair, sondern gefährlich

Marjon ist sich sicher, dass sie trotz dem Konsum von Cannabinoiden sicher Autofahren kann. Sie weiß, dass CBD nicht high macht. Auch wenn der Einfluss von Medikamenten auf die Fahrtauglichkeit nicht abschließend geklärt ist, geben viele Experten Entwarnung. Saskia de Craen, die sich als Wissenschaftlerin mit dem Thema Verkehrssicherheit auseinandersetzt, vermutet im Verbot von Medikamenten das größere Übel: „Medizinisches Cannabis zum Beispiel, bei dem Menschen sehr gut wissen, was es mit ihrer Fahrtüchtigkeit macht, diese Menschen fahren ohne Cannabis möglicherweise weniger sicher.“

Das denkt auch Ka-Chung Cheung. Er fordert eine Anpassung des Gesetzes im Eilverfahren. Das Justizministerium war für ein Gespräch mit Cannabis News Network nicht verfügbar. Man sei daran, eine neue Lösung zu suchen, welche die Verkehrssicherheit und die Bedürfnisse von medizinischen Patienten unter einen Hut bringt, heißt es in einer schriftlichen Stellungsnahme.

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