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Synthetische Cannabinoide
Autor: Robert Brungert  27/05/2018 - 10:00:00

Exogene Cannabinoide chemischer Natur auf Kräutern - Spice

Im Chemielabor geschaffen

Cannabinoide aus der Natur werden entdeckt, im Chemielabor werden diese nachgebildet oder gänzlich neu erschaffen. Synthetische Cannabinoide kann als Begriff weiter aufgeschlüsselt werden. Es gibt die vollsynthetischen Cannabinoide, bei denen die Ausgangsstoffe mit Cannabinoiden noch rein gar nichts zu tun hatten und chemische Substanzen darstellen, wie sie in Chemielaboren zum Einsatz kommen. Erdöl ist hierbei eine der bedeutendsten Quellen für viele der „Zutaten“ in Chemielaboren. Es kann sich allerdings auch um teilsynthetische Cannabinoide handeln, die gelegentlich künstliche Cannabinoide genannt werden. Die Ausgangsstoffe sind bereits Cannabinoide, die im Labor lediglich angepasst werden. Teils Naturprodukt, teils künstlich geschaffen.

In jedem Fall sind auch teilsynthetische Cannabinoide etwas künstlich geschaffenes, das zu seinen Ausgangsstoffen eine ganz andere Wirkung haben kann. Demnach bestehen THC und CBD aus den gleichen Atomen, die sogar exakt gleich angeordnet sind. Nur eine andere Doppelbindung ist der Unterschied beider Moleküle zueinander. Das allein reicht, damit THC und CBD sehr große Unterschiede aufweisen und sie nicht als „gleich“ bezeichnet werden können.

Teils wird zur Gewinnung von dem Fertigarzneimittel Dronabinol kein THC haltiger Hanf angebaut, da die rechtliche Situation es nicht erlaubt. Es wird CBD aus Faserhanf gewonnen, der im Labor zu THC umgewandelt wird. Dieses THC wäre dann identisch zum Naturprodukt, wäre jedoch teilsynthetisch oder künstlich entstanden.

Spice – Kräutermischungen

Synthetische Cannabinoide wurden den Bürgern in vielen Ländern wie auch Deutschland erst mit dem aufkommen der Kräutermischung „Spice“ bekannt. Die angeblich auf Kräutern beruhende Wirkung geht auf synthetische Cannabinoide zurück. Es handelt sich z.B. um JWH-018, JWH-019, JWH-073 oder CP-47,497, die oft kombiniert zum Einsatz kamen und noch immer kommen. Aus rechtlichen Gründen musste einst jede Substanz für sich in das BtMG aufgenommen werden, womit frisch designte synthetische Cannabinoide zuerst legal waren. Die ersten wurden bereits im Januar 2009 im Eilverfahren verboten. Die Chemielabore entwickelten andere synthetische Cannabinoide, die damit erst einmal legal waren, womit das Geschäft weiter lief.

Die Langzeitwirkungen solcher kaum erforschter synthetischer Cannabinoide sind nicht absehbar sowie viele dieser Substanzen sehr potent sind. Wenn die Kräutermischungen eigentlich schon fast illegal sind, erfolgt keine entsprechende Qualitätskontrolle oder Zulassung sowie die Konsumenten kaum aufgeklärt werden können. Auch wenn wegen der lange bekannten Gefahren eigentlich nicht viele Menschen diese Kräutermischungen verwenden, so gibt es laufend kritisch überdosierte oder sogar verstorbene Konsumenten. Es wurde in Deutschland mit einer Gesetzesänderung eigens ein Stoffgruppenverbot ermöglicht, womit diese synthetischen Cannabinoide inzwischen direkt mit ihrer Entwicklung bereits illegal sind.

Synthetische Cannabinoide können vielfach stärker als THC sein

Cannabinoide entfalten im Körper ihre Wirkung damit, dass sie an Cannabinoid-Rezeptoren andocken. Verschiedene Cannabinoide können dabei einen unterschiedlichen Reiz auslösen, womit auch eine unterschiedliche Reaktion durch die gleichen Rezeptoren ausgelöst werden kann. Dabei können einzelne Cannabinoide zum einen schwerer abbaubar sein und zum anderen viel stärker und auch viel länger am Cannabinoid-Rezeptor andocken. Viel weniger Wirkstoff kann damit auch viel länger und viel intensiver, zugleich aber auch ganz anders wirken. Vielfach sind die Rauschwirkungen synthetischer Cannabinoide alles andere als angenehm, auch da viele sie völlig falsch dosieren.

Im Internet kann man immer wieder Menschen oder sogar Anwender finden, die erklären, dass diese synthetischen Cannabinoide einen bei einem regelmäßigen Konsum psychisch kaputt machen. Das liegt natürlich nicht allein an einem falschen Umgang mit diesen Wirkstoffen. Es liegt auch daran, dass diese einfach sehr schädlich sind. Wenn sie vielfach stärker als THC wirken, sich langsamer abbauen und viel länger an den Rezeptoren andocken, hat man bei einer falschen Dosierung auch viel länger auf ein Abklingen der Wirkung zu warten. In dieser längeren Zeit können Schäden sich um so leichter ausprägen.

Genauso kann es jedoch auch synthetische Cannabinoide geben, die für den Freizeitkonsum oder die medizinische Verwendung sehr geeignet sind. Es gibt immerhin hunderte Stoffe innerhalb dieser Gruppe und alle paar Tage sind es mehr. Auch einige synthetische Cannabinoide können also unser Leben bereichern und unsere Gesundheit erhalten. Diese noch jungen Substanzen müssen vor ihrem Einsatz im Alltagsleben jedoch erst einmal genügend auf ihre Wirkung, ihre Nebenwirkungen und die versteckten Risiken erforscht werden.

Synthetische Cannabinoide – was und wie viel ist drinnen?

Das gut gemeinte Verbot soll uns vor uns selber schützen

Wenn jemand kifft, ob zum Spaß oder aus medizinischer Notwendigkeit, so macht diese Person das mit sich selber. So viel Selbstbestimmtheit soll jeder Bürger erwarten, für sich selber zu entscheiden, ob er Marihuana konsumiert oder nicht. Wer es anderen ohne deren Wissen, oder auch Minderjährigen gibt, kann immerhin auch im regulierten Markt dafür belangt werden. Nicht das, sondern der Schwarzmarkt ist die unkontrollierte Freigabe.

Die Rauschwirkung vom Marihuana ist weniger der Grund, als die Begründung für das Verbot, welches eher aus wirtschaftlichen und rassistischer Motivation von den USA ausgehend die Welt umspannte. Wäre dieses Marihuana jedoch nicht verboten worden, hätten die Regierungen der Erde es regulieren können. Auf dem Schwarzmarkt geht das nicht. Damit wären viele Schäden, die auf den Schwarzmarkt zurück gehen, gar nicht erst entstanden sowie sich jeder Belangte um sein Freiheitsrecht betrogen sehen kann.

Der springende Punkt ist jedoch, dass ohne das Marihuanaverbot kaum einer auf die Idee gekommen wäre, synthetische Cannabinoide als Kräutermischung zu tarnen, um damit Geld zu verdienen. Und selbst wenn, dann hätte der Staat wieder regulierend eingreifen können. So hat er dieses Spice, beziehungsweise die darin gefundenen synthetischen Cannabinoide verboten. Was war die Folge? Es wurden neue und noch viel schädlichere synthetische Cannabinoide entwickelt, um weiterhin Kräutermischungen zu vertreiben.

Der Staat verbietet uns also etwas, das durchaus nicht unbedenklich ist. Kaffee trinken, Schokolade essen oder Kraftsport sind auch nicht unbedenklich. Die Folge von diesen Verboten ist jedoch, dass es mit noch schädlicheren Dingen umgangen wird. Diese werden auch wieder verboten, womit der Markt wiederum noch schädlichere Substanzen anbietet. Dieses Problem bestand schon vor dem Aufkommen von Spice mit den synthetischen Partydrogen. Anstelle einer sinnvollen Regulierung der nicht ganz so bedenklichen Stoffe wird immer mehr und mehr verboten, ohne dass jemand seinen Konsum einstellt. Es wird nur immer schädlicher konsumiert, womit aufgrund synthetischer Cannabinoide laufend Menschen sterben, durch natürliche Cannabinoide aber weltweit noch nicht ein Mensch fundiert nachgewiesen umkam.

Das Stoffgruppenverbot wird nichts an der Problematik der synthetischen Cannabinoide ändern. In einigen Ländern gibt es dieses Stoffgruppenverbot nicht. Aus diesen Ländern wird international gesendet. Auch deutsche Kunden erhalten Post und fühlen sich dank dem Darknet und den Kryptowährungen sicher.

Der Beitrag Synthetische Cannabinoide erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel: Synthetische Cannabinoide

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