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Das Bußgeldmodell der Drogenbeauftragten
Autor: Robert Brungert  21/05/2018 - 13:08:00

Die neue Zweiklassengesellschaft der Marlene Mortler

Zu aller erst sei gesagt, dass Cannabis-Genusskonsumenten vielleicht noch dieses Jahr aufatmen können, eventuell wird das Strafrecht durch ein

Das Bußgeldmodell soll diese Bürger zur Behandlung drängen

Warum ein Bußgeldmodell etablieren?

Warum möchte die Drogenbeauftragte denn auf einmal ein Bußgeldmodell erwirken? Hubert Wimber als ehemaliger Polizeipräsident von Münster ist eigens zum GMM Duisburg 2018 gefahren, um hier eine Rede zu halten. Ihm lagen nur die Zahlen bis 2016 vor. Demnach gab es im Jahr 2016 in Deutschland 302.000 Ermittlungsverfahren mit Anfangsverdacht auf Drogen. So viele gab es das ganze angefangene Jahrtausend noch nicht in einem Jahr. Bei fast 80% dieser Fälle handelte es sich um Verdachtsfälle gegen reine Konsumenten. Wenn ein Ermittlungsverfahren stattfindet, dann ist man auch als Konsument erst einmal polizeilich bekannt. Dann sind Einschnitte für den künftigen Lebensweg zu befürchten, man kann im Bildungssystem oder beim Job benachteiligt werden. In Bayern habe sich die Zahl der Drogentoten in sechs Jahren fast verdoppelt. Nach diesen 50 Jahren der deutschen Drogenprohibition möchte die neue GroKo mit all dem laut Koalitionsvertrag fortfahren.

Sind über 300.000 Ermittlungsverfahren wegen BtM Delikten vielleicht zu viel für unsere Polizei, die sich immerhin der „Gefahrenabwehr“ widmen soll? Sind Cannabisdelikte für die Drogenbeauftragte nicht mehr gefährlich genug oder muss auch Deutschland dem neuen „grünen Trend“ folgen? Wir wissen es nicht und werden es so genau vermutlich auch nie erfahren. Wir können uns aber dennoch freuen, wenn wir Schritt um Schritt auch juristisch zu ganz normalen Bürgern werden, die zu schützen, und nicht zu bekämpfen sind. Denn das Bußgeldmodell kann nicht als die Lösung, sondern nur als Annäherung an diese angesehen werden, wir wollen die regulierte Legalisierung.

 

Die leidigen Ersatzstrafen

Die Polizei schreibt wegen der geringen Menge viele Anzeigen für den Papierkorb. Das tut dem Ego nicht gut, warum nicht verstärkt Drogentests machen? Durch ein verstärktes Testen gibt es mehr Vorfälle mit Führerscheinentzug, womit die Öffentlichkeit vermutlich sehr beunruhigt ist und sich das ganze „Verfolgen“ gut erklären lässt. Der Bürger muss eben vor dem Cannabis oder dem Cannabis-Konsumenten geschützt werden. Wenn dieser friedlich ist, dann muss der Bürger halt anders vor dem Kiffer geschützt werden. Die Polizei begründet sich immerhin nicht mit Untätigkeit, sondern will Fakten schaffen.

Wie ist es, wenn wir das Bußgeldmodell über uns ergehen lassen und den Beamten der „Arbeitsspaß“ dahin geht? Werden dann noch mehr Drogentests gemacht, um viel mehr Führerscheine zu kassieren? Auch damit wäre der nüchtern fahrende Cannabis-Konsument zu Unrecht in der Arbeitswelt benachteiligt. Viele Jobs oder auch Anfahrten zu Jobs gehen halt nur mit dem eigenen PKW, für den der Führerschein unablässig ist.

Letztendlich dürfen wir uns wie so oft überraschen lassen. Bei dem, was wir von unserer Drogenbeauftragten oder auch den abstimmenden Abgeordneten im Bundestag bereits kennen, kann das Bußgeldmodell leider auch eine böse Überraschung werden, die medial als die „heile Welt“ verkauft wird, wie beim Cannabis als Medizin Gesetz.

Der Beitrag Das Bußgeldmodell der Drogenbeauftragten erschien zuerst auf Hanf Magazin.

Original Artikel: Das Bußgeldmodell der Drogenbeauftragten

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Warum ein Bußgeldmodell etablieren?

Warum möchte die Drogenbeauftragte denn auf einmal ein Bußgeldmodell erwirken? Hubert Wimber als ehemaliger Polizeipräsident von Münster ist eigens zum GMM Duisburg 2018 gefahren, um hier eine Rede zu halten. Ihm lagen nur die Zahlen bis 2016 vor. Demnach gab es im Jahr 2016 in Deutschland 302.000 Ermittlungsverfahren mit Anfangsverdacht auf Drogen. So viele gab es das ganze angefangene Jahrtausend noch nicht in einem Jahr. Bei fast 80% dieser Fälle handelte es sich um Verdachtsfälle gegen reine Konsumenten. Wenn ein Ermittlungsverfahren stattfindet, dann ist man auch als Konsument erst einmal polizeilich bekannt. Dann sind Einschnitte für den künftigen Lebensweg zu befürchten, man kann im Bildungssystem oder beim Job benachteiligt werden. In Bayern habe sich die Zahl der Drogentoten in sechs Jahren fast verdoppelt. Nach diesen 50 Jahren der deutschen Drogenprohibition möchte die neue GroKo mit all dem laut Koalitionsvertrag fortfahren.

Sind über 300.000 Ermittlungsverfahren wegen BtM Delikten vielleicht zu viel für unsere Polizei, die sich immerhin der „Gefahrenabwehr“ widmen soll? Sind Cannabisdelikte für die Drogenbeauftragte nicht mehr gefährlich genug oder muss auch Deutschland dem neuen „grünen Trend“ folgen? Wir wissen es nicht und werden es so genau vermutlich auch nie erfahren. Wir können uns aber dennoch freuen, wenn wir Schritt um Schritt auch juristisch zu ganz normalen Bürgern werden, die zu schützen, und nicht zu bekämpfen sind. Denn das Bußgeldmodell kann nicht als die Lösung, sondern nur als Annäherung an diese angesehen werden, wir wollen die regulierte Legalisierung.

 

Die leidigen Ersatzstrafen

Die Polizei schreibt wegen der geringen Menge viele Anzeigen für den Papierkorb. Das tut dem Ego nicht gut, warum nicht verstärkt Drogentests machen? Durch ein verstärktes Testen gibt es mehr Vorfälle mit Führerscheinentzug, womit die Öffentlichkeit vermutlich sehr beunruhigt ist und sich das ganze „Verfolgen“ gut erklären lässt. Der Bü



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