Hempyreum.org
Local Time
English (UK) Deutsch (DE) Français (FR) Español (ES) Italian (IT)
Magnesiummangel bei Cannabispflanzen – wie man ihn erkennt und behandelt
 10/04/2018 - 11:00:00

Nach den drei Hauptnährstoffen (Stickstoff, Kalium und Phosphor) ist Magnesium der wichtigste Sekundärnährstoff für ein gesundes Wachstum und die Entwicklung von Cannabispflanzen. Ohne Magnesium hören sie auf zu gedeihen, verkümmern und sterben schließlich. Wie sieht eine Cannabispflanze mit Magnesiummangel aus und wie kann man ihr helfen? Ein Leitfaden!


Warum brauchen Cannabispflanzen Magnesium?

Der Grund dafür, dass Pflanzen – nicht bloß Cannabispflanzen – Magnesium benötigen, ist simpel: es ist essentiell für die Photosynthese. Ohne Magnesium können Blätter kein Licht aufnehmen und zu Energie verarbeiten. Pflanzen mit Magnesiummangel verhungern mit der Zeit, selbst wenn sie die richtige Menge an Licht bekommen.

Wie kann Magnesiummangel bei Cannabispflanzen festgestellt werden?

Als primärer „Baustein“ des Chlorophylls ist Magnesium das, was dem Chlorophyll – und damit der Pflanze selbst – eine gesunde, leuchtend grüne Farbe verleiht. Das erste und am leichtesten erkennbare Anzeichen eines Magnesiummangels bei Cannabispflanzen ist, dass sich die Blätter besorgniserregend von grün über blassgrün hin zu gelb verfärben.

Man spricht dabei von Chlorose. Auch wenn es andere Ursachen für Chlorose gibt, zeigt sich Magnesiummangel zuerst an den Rändern und zwischen den Venen der Blätter, anstatt überall auf ihnen.

Die ersten Blätter, die solche Anzeichen aufweisen, sind die ältesten und auch diejenigen, die sich am nächsten zum Boden der Pflanze befinden (oft handelt es sich dabei um dieselben Blätter). Dies wird dadurch verursacht, dass die Pflanze Magnesium aus diesen Blättern entnimmt und beim Versuch, sich selbst am Leben zu erhalten, an die neueren Blätter verteilt (so wie der menschliche Körper bei kaltem Wetter das Blut von den Extremitäten wegzieht, um die lebenswichtigen Organe warm zu halten). Auch können die Blätter anfangen, sich mürbe und trocken anzufühlen, auch wenn es nicht ratsam ist, mit den Gegenmaßnahmen bis zu diesem Zeitpunkt zu warten!

Was sind die Gefahren des Magnesiummangels bei Cannabispflanzen?

Magnesium ist nicht nur für die Photosynthese essentiell, es wird auch für die Aufnahme anderer lebenswichtiger Nährstoffe benötigt. Dazu gehören insbesondere Stickstoff und Phosphor, zwei der drei Hauptnährstoffe. Pflanzen können bei Magnesiummangel nicht nur keine Photosynthese betreiben, sondern auch keine ausreichend großen und gesunden Wurzeln und Blüten entwickeln. Das sind offensichtlich schlechte Nachrichten für die Pflanzen selbst und für alle, die ihre Blüten ernten wollen!

Tatsächlich schaffen es Cannabispflanzen mit Magnesiummangel nicht einmal in die Blütezeit. Ist der Vorrat an Magnesium erschöpft, werden immer mehr Blätter gelb, dann braun und schließlich fallen sie ganz ab, wodurch die Pflanze im Endeffekt stirbt.

Was verursacht Magnesiummangel bei Cannabispflanzen?

Wenig überraschend wird Magnesiummangel durch zu wenig Magnesium im Boden verursacht. Es ist eine bedauerliche Tatsache, dass Magnesium durch Spülen oder Überwässern sehr leicht entzogen werden kann. Die gute Nachricht ist, dass je nachdem, wo Sie leben, Ihr Leitungswasser tatsächlich brauchbare Mengen an Magnesium enthalten kann!

Selbst wenn genügend Magnesium im Boden vorhanden ist, kann es die Pflanze jedoch möglicherweise nicht verwerten. Ein Substrat mit einem zu niedrigen, also sehr sauren pH-Wert verhindert, dass die Wurzeln Magnesium aufnehmen, auch wenn es reichlich vorhanden ist. Wichtig zu wissen ist auch, dass man die Lage noch verschlimmern kann, wenn man einem Substrat, das bereits genügend Magnesium enthält, noch mehr davon hinzugibt.

Die Zufuhr anderer Nährstoffe kann durch einen Überschuss an Magnesium im Substrat unterbunden werden, sodass man plötzlich mehrere Nährstoffdefizite zu bewältigen hat, nicht nur einen.

Wie kann Magnesiummangel bei Cannabispflanzen behoben werden?

Das Testen des Magnesiumgehalts in einem Substrat ist ohne Laboranalyse, auf die nur sehr wenige Menschen leicht Zugriff haben, schwierig. Die beste Lösung ist, sich direkt um alles zu kümmern, was die Probleme verursachen könnte, anstatt zu versuchen, eine Sache nach der anderen zu justieren.

Die gängigste Methode, um den pH-Wert zu korrigieren und überschüssige Nährstoffansammlungen in einem nicht erdigen Substrat wie Kokosfasern oder in einem hydroponischen System zu entfernen, ist eine gründliche Spülung mit pH-neutralem Wasser, gefolgt von einer weiteren Spülung mit pH-neutralem Wasser, das mit üblichen Cannabis-Nährstoffen angereichert ist. In Hydro-Systemen sollte der pH-Wert bei 6,0 bis 6,5 liegen, um eine optimale Magnesiumaufnahme zu erleichtern.

Das exakte Nährstoffverhältnis hängt davon ab, ob sich die Pflanzen in der Vegetations- oder Blühphase befinden. Natürlich ist es wichtig, dass die verwendete Nährlösung Magnesium enthält. Es wird auch empfohlen, den Kalziumgehalt zu überprüfen, da Kalziummangel häufig mit Magnesiummangel einhergeht.

Der Anbau von Cannabispflanzen in Erde, vor allem in Beeten, macht sie weit weniger anfällig für Magnesiummangel. Dies garantiert jedoch keine Immunität! In Erde sollte der pH-Wert 6,0 bis 7,0 betragen. Die oben genannte Spültechnik kann hier ebenfalls angewandt werden. Anschließend kann ein spezielles Magnesium- und Kalziumpräparat (erhältlich in guten Garten-Centern) beigefügt werden.

Sofortmaßnahmen bei Magnesiummangel bei Cannabispflanzen

Als schnelle Notmaßnahme ist oft ein Blattspray effektiv, das man aus Magnesiumsulfat und Wasser anmischen kann. Magnesiumsulfat wird unter dem Namen Bittersalz verkauft und ist leicht online oder in großen Apotheken und Baumärkten erhältlich. Ein Magnesium-Blattspray kann man herstellen, indem man einen Esslöffel Bittersalz mit vier Litern Wasser vermengt. Diese Mischung wird dann alle drei Tage auf die Pflanzen gesprüht. Alle zehn Tage werden die Pflanzen mit sauberem Wasser besprüht, damit sich keine Rückstände auf den Blättern bilden.

Wir hoffen, dass dieser Artikel über Magnesiummangel bei Cannabispflanzen aufschlussreich war! Haben Sie ein paar Tipps für uns? Bitte hinterlassen Sie diese unten in den Kommentaren. Haben Sie Fragen zu Magnesiummangel oder anderen Mangelerscheinungen? Bitte konsultieren Sie unser Forum, wo Ihnen eine blühende Community dabei helfen kann, Antworten zu finden.

Original Artikel: Magnesiummangel bei Cannabispflanzen – wie man ihn erkennt und behandelt

..


27/04/2018 - 10:00:00
23/06/2017 - 06:00:00
07/12/2016 - 11:38:00
11/10/2016 - 21:32:00
info
Total Seiten / Sprache:   36'346 / 1'633
Im Archiv :   46'558
Seiten letzten 24 Stunden:   39
Diesem Monat Seiten:   637
Ansichten:   12'453'2042'136'579
Ansichten-Archiv:   13'423'812

©2018 - Hempyreum.org - Nachrichten aggregator über Hanf und Cannabis [Beta] | Alle Rechte und Inhalten sind Eigentum der Jeweiligen Inhaber

Werbung