Hempyreum.org
Local Time
English (UK) Deutsch (DE) Français (FR) Español (ES) Italian (IT)
Hanfverband fordert auf dem Verkehrsgerichtstag mehr Gerechtigkeit für Cannabiskonsumenten
Autor: Sascha Waterkotte  24/01/2018 - 10:55:00

Pressemitteilung des Deutschen Hanfverbands vom 24.01.2018

Berlin, 24.01.2018 - Heute startet in Goslar der 56. Deutsche Verkehrsgerichtstag, auf dem das Thema “Cannabiskonsum und Fahreignung” als Schwerpunkt behandelt wird. Auch DHV-Geschäftsführer Georg Wurth nimmt am entsprechenden Arbeitskreis teil, um mit dem versammelten Fachpublikum über einen geeigneteren Grenzwert und eine Änderung des Fahrerlaubnisrechts zu diskutieren.

Nicht nur fǘr den Deutschen Hanfverband, sondern auch für die Experten der Grenzwertkommission ist klar: Der zur Bestimmung der Fahrtauglichkeit herangezogene THC-Grenzwert muss erhöht werden. Restmengen von THC können im Blut teilweise noch tage- oder gar wochenlang nach Abklingen der Rauschwirkung nachgewiesen werden. Somit bestraft der in Deutschland extrem niedrige Grenzwert von 1 ng THC/ml Blutserum auch Fahrer, die lange nach dem letzten Konsum hinter dem Steuer sitzen.

“Die aktuellen Regeln dienen nicht der Verkehrssicherheit, sondern als Ersatzstrafe für alle Cannabiskonsumenten”, so Hanfverband-Geschäftsführer Georg Wurth zum Start des Verkehrsgerichtstags.

Aus Sicht des Hanfverbands und von Experten wie Dr. Günther Jonitz, Präsident der Berliner Ärztekammer, oder Hubert Wimber, Ex-Polizeipräsident der Stadt Münster, findet in Deutschland eine nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung von Cannabis- und Alkoholkonsum hinsichtlich des Strafmaßes für Rauschfahrten statt. Schon der Umgang mit Cannabis ohne Verkehrsbezug kann Konsumenten den Führerschein kosten, da selbst Besitzdelikte an die Führerscheinstellen gemeldet werden. Auch wenn von der Strafverfolgung in Fällen einer Geringen Menge abgesehen wird, wird die Fahrerlaubnis unter Umständen über das Verwaltungsrecht entzogen.

“Wir entziehen ja auch keine Führerscheine, weil jemand dreimal zu Fuß mit einer Flasche Bier in der Einkaufstasche erwischt wird”, erklärt Georg Wurth das Problem.

Der Deutsche Hanfverband votiert für eine wissenschaftlich fundierte Anpassung des THC-Grenzwertes und dessen Normierung in §24a StVG. International sind Grenzwerte von 3-10 ng THC/ml Blutserum üblich.

Original Artikel: Hanfverband fordert auf dem Verkehrsgerichtstag mehr Gerechtigkeit für Cannabiskonsumenten

..

©2018 - Hempyreum.org - Nachrichten aggregator über Hanf und Cannabis [Beta] | Alle Rechte und Inhalten sind Eigentum der Jeweiligen Inhaber

Werbung